Gymnasik
Der TSV Wahlen verwirklicht den venezianischen Traum

Der Turn- und Sportverein Wahlen (TSVW) hat in Biel eine reife Leistung gezeigt. Er totalisierte 9.27 Punkte und erreichte damit sein angestrebtes Ziel. Leiterin Jasmin Fringeli freute sich, dass ihre Turnerinnen getanzt und nicht geturnt haben.

Willi Wenger
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TSV Wahlen
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Der TSV Wahlen in Aktion
Der TSV Wahlen in Aktion
Gruppenbild der 16 Turnerinnen des TSV Wahlen

TSV Wahlen

Wenger

«Wir sind hier, um Leistung abzurufen und nicht zum Plausch», kommentierte Jasmin Fringeli, die seit 2012 die erfolgreiche Laufentaler Riege führt.

Zu Musik von Ameno-Era und Lady Gaga inszenierten die 16 Turnerinnen einen Auftritt, der in allen Belangen überzeugte. Programminhalte wie Interpretation, Konzeption oder Vielseitigkeit stimmten.

Ebenso der technische Bereich, in dem von den Turnerinnen eine gute Bewegungsführung, Harmonie und Synchronität gefordert waren. Die Leidenschaft war spürbar.

Das Motto «Karneval in Venedig» kam herausragend zur Geltung, nicht zuletzt wegen den mitgeführten Masken. «Diese haben wir direkt in der Lagunenstadt gekauft», sagte Fringeli, die auch klarstellte, was letztlich das Ziel des TSVW sei.

«Wir wollen Kantonsbeste werden und uns im Idealfall im ersten Drittel aller Starter klassieren». Jugendriegenleiterin Sabine Brunner ergänzte, dass der TSVW grundsätzlich immer Leistung zeigen wolle. «Und das mit der ganzen Gruppe».

Fringeli, welche zusammen mit Denise Dreier, einer weiteren erfolgreichen Jugendriegeleiterin, das gestrige «Tanzen im Team» einstudiert hatte, war «absolut happy», wie sie es formulierte.

«Unsere Frauen haben nämlich nicht geturnt im eigentlichen Sinne, sondern als Formation vielmehr professionell getanzt. Das finde ich herausragend». Das Ziel sei immer ein ehrgeiziges gewesen, sagten Brunner und Fringeli. Dass es trotzdem nicht um den Kategoriensieg ging, war ihnen klar. «Hier zu gewinnen, ist nicht möglich.

Das wäre vermessen», relativierten sie. Dennoch: Die Punktzahl von 9.27 – mindestens 9.20 wurden angestrebt – bereitete ihnen Freude. Wie gross diese letztlich sein wird, erfahren die Turnerinnen erst heute Abend.

Den gestrigen Auftritt hat der TSVW bis zuletzt seriös vorbereitet. Für Ablenkung sorgte das gegenseitige Schminken vor dem Wettkampf. Um genau 10:18 Uhr galt es ernst. «Ich will jetzt kein ‚Gegacker’ mehr, sondern vollste Konzentration», forderte Fringeli.

Weitere zehn Minuten später war die gestrige «Sonnwendfeier» vorbei. Die Leistung wurde von den vier Kampfrichterinnen belohnt. Die Frauen hatten die Erwartungen des Vereinsvorstandes erfüllt. Dieser belohnte alle ETF-Teilnehmer, mit einem kostenfreien Start durch die Übernahme aller Festkarten.

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