Handball
Der TV Birsfelden will sich frühzeitig in ruhige Gewässer retten

Morgen beginnt die Nationalliga B im Handball. Er geht erst in seine vierte NLB-Saison, trotzdem gehört der TV Birsfelden in der zweithöchsten Spielklasse gefühlt schon zum Inventar. In dieser Saison möchte man sich aber schon frühzeitig vom hinteren Tabellenende lösen

Alan Heckel
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Birsfelden will sich in der neuen Saison frühzeitig vom Tabellenende lösen

Birsfelden will sich in der neuen Saison frühzeitig vom Tabellenende lösen

Uwe Zinke

Obwohl in den letzten Jahren die Verletzungshexe immer wieder bei wichtigen Spielern vorbeischaute, wurde der Ligaverbleib stets vor der letzten Runde sichergestellt. Der Grund: In direkten Duellen gegen andere abstiegsgefährdete Teams war der TVB stets parat. «Ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir ein Spiel, das wir unbedingt gewinnen mussten, verloren haben», stellt Trainer Thomas Reichmuth zufrieden fest.

Mit dem Wissen um diese Qualität peilt man auch 2017/18 den Klassenerhalt an. Allerdings möchten die Hafenstädter heuer etwas früher in ruhigen Gewässern schwimmen. «Es wäre schön, wenn wir dieses Mal die Abstiegszone schneller verlassen könnten als in den letzten Jahren», lautet der Wunsch des Trainers.

Schlüsselspieler wieder in Form

Zwar ging die Hauptprobe im Cup bei Ligakonkurrent Steffisburg knapp verloren (23:24), allerdings wurden in diesem Duell mehrere angeschlagene Stammkräfte geschont, sodass keine echten Rückschlüsse auf die Stärke der Birsfelder gezogen werden konnten. Mittlerweile sind aber bis auf Kreisläufer Björn Buob (Bänderverletzung) sämtliche Schlüsselspieler beschwerdefrei und in Form, wie am Vorbereitungsturnier in Offenburg (zwei Siege aus drei Partien) augenscheinlich wurde. «Die Jungs haben gut trainiert und sind parat», bestätigt Reichmuth und gesteht, «dass ich schon lange nicht mehr vor einer Saison so optimistisch war».

Ein Grund dafür ist das Kader des TVB. Zwar verliess mit Goalie Thomas Braun ein wichtiger Spieler den Verein, dafür stehen mit Andri Kähr (Flügel), Lukas Laube (Kreis, beide von HSC Suhr Aarau) und Péter Schmid (Rückraum, KC Veszprém/HU) zusätzliche Optionen im Feld zur Verfügung. Vor allem vom ungarischen Junioreninternationalen Schmid erhofft man sich in Birsfelden einiges. «Wir haben ihn länger beobachtet und sind sehr froh, dass der Transfer geklappt hat», freut sich Thomas Reichmuth.