Handball

Der TV Birsfelden zeigt Olten den Meister

Die Ausgangslage für den Leader hätte vor dem Spiel gegen das drittplatzierte Olten nicht besser sein können. Mit 28 Punkten nach 16 Spielen führten die Birsfelder die Tabelle souverän an.

Dass das Spiel gegen die Solothurner aber kein Selbstläufer sein würde, das wurde dem Team um Trainer Thomas Reichmuth spätestens kurz nach der Pause klar.

Birsfelden verspielte den in der ersten Halbzeit erarbeiteten Vorsprung von vier Toren und geriet bis zur 38. Minute gar mit deren fünf in Rückstand. Immer wieder sündigte das Heimteam im Abschluss und liess in der Defensive dem Gegner zu viel Platz. «Mit der Abwehrleistung bin ich nicht zufrieden. Wir haben in den letzten Spielen über 30 Tore kassiert. Das muss besser werden», analysiert Reichmuth.

Obwohl sich sein Team in eine schwierige Ausgangslage manövriert hatte, drehte Birsfelden das Spiel und siegte dank einer grandiosen Aufholjagd verdient mit 32:29. «Das Team hat eine gute Moral bewiesen. Wenn man zu Hause mit vier Toren hinten liegt, ist das schwierig. Offensiv haben wir gegen Ende des Spiels vieles richtig gemacht», freut sich der Coach.

Überragender Luca Engler

Die erwähnte Offensivabteilung der Basler leistet in dieser Saison ganze Arbeit. Vor allem Linkshänder Luca Engler glänzt mit seiner persönlichen Statistik: 103 Tore verbucht er bis zum jetzigen Zeitpunkt auf seinem Konto. Damit ist er der beste Skorer seiner Mannschaft.

Auch gegen Olten erzielte er sieben Tore und war damit massgeblich am Erfolg beteiligt. «Es läuft allen sehr gut und wir spielen die Tore immer gut heraus. Es ist ein Erfolg der ganzen Mannschaft», freut sich der Sport- und Biologiestudent.

Dass diese Saison so erfolgreich verläuft, ist für den 21-Jährigen kein Zufall: «Wir trainieren hart, geben immer hundert Prozent und hatten eine gute Vorbereitung. Zudem ist es ein Vorteil, dass wir die Positionen doppelt besetzen können und schon lange zusammenspielen.»

Langzeitverletzte kein Problem

Dank des Siegs gegen Olten konnten die Birsfelder den Vorsprung auf einen Nicht-Aufstiegsplatz auf acht Punkte ausbauen. «Das ist natürlich eine hervorragende Ausgangslage. Aber wir haben mit Pascal Oberli und Tomislav Sladoljev auch zwei Langzeitverletzte, deren Ausfall nicht leicht wettzumachen ist.»

Offensivspieler Oberli riss sich im Derby gegen Pratteln das Kreuzband und wird dem Team noch einige Zeit nicht zur Verfügung stehen. Nun müssten eben andere in den kommenden Spielen über sich hinauswachsen, um das angestrebte Ziel zu realisieren: den Aufstieg in die NLB .

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