Handball

Der TV Möhlin schafft im Handall-Lokalderby klare Verhältnisse

Möhlins Florian Hürbin überfliegt sie alle.

Möhlins Florian Hürbin überfliegt sie alle.

Der TV Möhlin gewinnt gegen den TV Pratteln diskussionslos mit 35:25 und qualifiziert sich definitiv für die Aufstiegsrunde zur Nationalliga B. Demgegenüber zeigt sich bei Pratteln, dem letztjährigen Gruppensieger, ein klarer Abwärtstrend.

«Wir waren in allen Belangen schlechter», wählte Pratteln-Coach Kai Wetzel nach dem Schlusspfiff deutliche Worte. In der Tat lag Möhlin von Beginn an in Front und erspielte sich bis zur Pause einen komfortablen Acht-Tore-Vorsprung, den es auch in der zweiten Halbzeit mühelos zu verteidigen vermochte.

Am Ende resultierte eine Differenz von zehn Toren - so deutlich setzte sich Möhlin, das die letzten fünf Lokalderbys allesamt für sich entscheiden konnte, gegen Pratteln schon lange nicht mehr durch. Von einem Fluch wollte Wetzel, bis 2010 selbst als Übungsleiter in Möhlin tätig, aber nicht reden. «Sie waren einfach immer besser als wir - so auch heute.»

Abwärtstrend bei Pratteln

In der vergangenen Saison musste sich Pratteln in zwanzig Partien nur Möhlin (zweimal) geschlagen geben, was dennoch zum Gruppensieg reichte. In der aktuellen Spielzeit sind die Baselbieter hingegen nicht auf den vordersten Rängen anzutreffen; sie werden sich mit Rang fünf zufriedengeben müssen, wobei sich auch ein klarer Abwärtstrend beobachten liess.

In den sechs letzten Meisterschaftsspielen feierte Pratteln nur einen Sieg, was aus Sicht von Trainer Wetzel alles andere als überraschend kam. «Uns gelang es nicht, unsere Ausfälle im Kader zu kompensieren», so Wetzel, der das Niveau der Gegner zugleich als höher einstufte als in der Vorsaison.

Alle rechnerischen Zweifel beseitigt

Auf der anderen Seite beseitigte der TV Möhlin mit dem achten Heimsieg in Folge auch die letzten rechnerischen Zweifel an der Qualifikation zur Aufstiegsrunde in die Nationalliga B - und zeigte somit eine starke Reaktion auf die 33:40-Niederlage beim Verfolger SG HV Olten, der die zehn Partien währende Ungeschlagenheit der Fricktaler am letzten Wochenende beendet hatte.

Dennoch war Cheftrainer Wolfgang Böhme nur bedingt zufrieden. Er sah «Licht und Schatten» bei seinen Schützlingen, deren Offensive einen treffsicheren Eindruck hinterliess. «Hingegen waren wir schwach in der Deckung und kassierten einige Gegentreffer aufgrund von Mängeln in der Rückwärtsbewegung.»

Die Aufstiegspoule sei eine «andere Kiste», so der frühere DDR-Internationale. Natürlich werde der Aufstieg in die zweithöchste Spielklasse angestrebt. Dafür seien aber kompaktere Auftritte in der Defensive von Nöten. «Am Ende wird wohl die Tagesform entscheiden», glaubt Böhme, denn die sechs Aufstiegsaspiranten aus der Erstliga würden sich in Sachen Qualität auf Augenhöhe bewegen.

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