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Der TV Möhlin zeigt in Genf einen starken Auftritt und gewinnt verdient

Florian Doormann zeigte eine starke Leistung.

Florian Doormann zeigte eine starke Leistung.

Der TV Möhlin bestritt am Sonntagabend das achte Meisterschaftsspiel in Genf und gewann verdient mit 37:29. Wiederaufsteiger CS Chênois Genève trat mit neuer Mannschaft an, nachdem der Trainer vor kurzem entlassen worden war.

Die Anspannung war auf beiden Seiten spürbar. Die Gastgeber setzten schnell ihr Offensivspiel um und als Möhlin den Ball verlor, legte der spätere Topkcorer der Genfer, Adrien Molinié, mit dem Führungstreffer vor. Im Gegenzug konnte Möhlin aber sofort ausgleichen. Kurz danach setzte sich Genfs Bellayachi in Szene und so lieferten sich beide Teams Schlag auf Schlag schnelle Tor-Abfolgen.

Nach drei Minuten erfolgten die ersten nötigen Verwarnungen. Das Tor zum 3:2 für den Gastgeber entstand aus einem Fangball, nachdem Jelovcan den Ball seinem Teamkollegen zuspielen wollte. Die Genfer lauerten unerbittlich auf solche Gelegenheiten und versuchten danach, mit viel Tempo ihre Gegenstösse zu verwerten. Aber dank der soliden Spielweise der Fricktaler und dessen treffsicheren Schützen, wie Karlo Ladan am Kreis oder Marcus Hock aus dem Rückraum, brachte sich der TVM immer leicht in Front.

Die Gastgeber versuchten daher mit noch mehr provozierenden Aktionen in die Abwehr der Möhliner vorzudringen. Die Defensive hatte viel zu tun und arbeitete auf Hochtouren, kam aber immer mal wieder in Not durch die blitzschnellen Aktionen eines Molinié oder durch die Flügeltore eines Christophe Steinmann. Die Abstimmungen innerhalb des Westschweizer Teams klappten aber dann doch nicht so gut und die Möhliner schafften im Gegenzug durch einen starken Florian Doormann die nächsten wichtigen Treffer (13:12 und 14:13 nach 23’).

Danach begann die Serie der herausgeholten Siebenmeter durch Karlo Ladan, der am Kreis von den Genfern überhart bedrängt wurde. Marcus Hock versenkte alle Penalties und steuerte so fünf Zähler bei. Kurz vor der Pause tankte sich Florian Wirthlin trotz Unterzahl noch durch und markierte den Pausenstand von 18:15 für sein Team.

Nerven lagen blank

Die Möhliner starteten besser in die zweite Hälfte und konnten auf vier Tore wegziehen (16:20). Als Jelovcan den Ball nach dessen Parade ins Spiel warf, lief Mohamed Bellayachi dazwischen und schloss ab. Der Überraschungstreffer zählte und auch die nächsten Genfer Würfe zum 18:20 und 19:20 in der 36. Spielminute waren blitzschnelle und schwer zu kontrollierbare Abschlüsse. Doch das Temperament der Gastgeber wurde ihnen genau in dieser besseren Phase zum Verhängnis und Bellayachi musste raus.

Möhlin konnte jetzt ruhig in den Angriff starten und Oliver Mauron traf über die Flügelposition zum 21:19. Wenig später, in der 39’ lagen die Nerven auf dem Spielfeld erneut blank. Chênois kassierte schlussendlich zweimal zwei Minuten wegen Belfiores Benehmen und das Publikum dankte es mit Pfiffen an die Adresse der Schiris. Möhlins Torwart leistete danach erneut tolle Abwehrarbeit und zusammen mit seiner Mannschaft, die beneidenswert ruhig blieb, spielte sich der TVM langsam aber sicher nach vorne.

Eine Viertelstunde vor Schluss (21:25) versuchte Chênois in der Auszeit, noch neue Inputs zu vermitteln. Aber Rok Jelovcan parierte auch die nächsten Abschlussversuche mal um mal. Und Möhlins Trainer Zoltan Cordas hatte seine Männer so aufgestellt, dass die Torchancen der Genfer erfolgreich reduziert wurden. So gewann Möhlin die Partie verdient mit 37:29.

Möhlin: Jelovcan (19/43), Bamert (3/8); Wirthlin F. (2), Wirthlin M.(4), Buholzer (1), Doormann (9), Meier (1), Csebits (1), Hock (10), Caminada, Ladan (6), Tokic, Mauron (3).

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