Rudern

Der Wasserstand des Rheins fällt – BaselHead muss nicht ins Exil

Der Rheinpegel droht nicht mehr zu steigen, das BaselHead kann am Samstag auf der gewohnten Strecke stattfinden.

Der Rheinpegel droht nicht mehr zu steigen, das BaselHead kann am Samstag auf der gewohnten Strecke stattfinden.

Manchmal gibt es eine valable Alternative, manchmal nicht. Hätte die Regatta BaselHead statt mitten in der Stadt auf dem Rhein-Rhone-Kanal durchgeführt werden müssen, wäre dies einer Katastrophe gleichgekommen. Entsprechend erleichtert ist das OK.

64 Achterboote, mehr als 600 Ruderer beider Geschlechter und über 10 000 Zuschauer entlang des Rheinknies und auf den Brücken. Das sind Zahlen, welche automatisch das Augenmerk auf sich ziehen. Am Samstag geht das BaselHead in seine 4. Runde. Ab 14.00 Uhr werden in den Kategorien Elite, U19 und Master im 20-Sekunden-Startintervall bei der Klingentalfähre in die Riemen gehen.

Sicherheit geht vor

Aufgrund der Niederschläge stand der Anlass bis in die Nacht auf Mittwoch auf der Kippe: «Am Montagmorgen hatten wir bis zu 1900 Kubikmeter Wasser. So wäre ein Start auf der Traditionsstrecke unmöglich gewesen. Wir müssen vor allem auch an die Sicherheit der Athleten denken, welche normalerweise auf stillen Gewässern ihre Rennen absolvieren» sagt OK-Co-Präsidentin Sabine Horvath und ist sichtlich froh, dass man nicht auf die Ersatzstrecke auf dem Rhein-Rhone-Kanal in Niffer (F) ausweichen musste.

Niepmann zum dritten Mal dabei

Einer der bereits zweimal als Aktiver bei diesem in der Zwischenzeit schon fast weltweit bekannten Rennen mit dabei war, ist der Grenzacher Welt- und Europameister Simon Niepmann: «In Ruderkreisen attestieren Topathleten dem Anlass ein hohes Niveau und bei vielen Vereinen ist der Termin in Basel fester Bestandteil des Kalenders. Nirgendwo im Rudersport erlebt man, dass Start und Ziel am gleichen Ort sind und die Stimmung entlang der Strecke inklusive Wendepunkt beim Kraftwerk in Birsfelden schlicht einzigartig ist.»

Blauweiss als Titelverteidiger

Für Spannung ist in jedem Fall gesorgt, denn es steht eine neue Dreijahreswertung der begehrten Trophy an. Dieser Preis in Form eines nigelnagelneuen Achterbootes wird vom Hauptsponsor NaturEnergie AG für die beste Vereinsleistung vergeben. Diesen holte sich im letzten Jahr der RC Blauweiss Basel. Björn Uhlmann, Chef Leistungssport des Klubs, in welchem die Basler Sportlerin des Jahres 2011, Nora Fiechter, aktiv ist, schwärmt vom BaselHead: «Nicht nur wegen des tollen Preises ist die Regatta für uns sehr wichtig. Rudern ist eine Randsportart, aber mit diesem Event können wir uns einem breiten Publikum präsentieren und für einmal die Aufmerksamkeit in der Rheinstadt auf den Rudersport lenken.»

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