Einzig auf Facebook wird man an die alten Zeiten erinnert. An die Zeiten, wo Basel Regio noch Unihockey Leimental hiess. Auf diese Saison hin machten die Vereine aus der Region (Leimental, Muttenz, Basel United, Oberwil und Ettingen) Nägel mit Köpfen. Sie laufen erstmals gemeinsam als Basel Regio auf. «An der Arbeitsweise und der Philosophie wird sich nichts ändern. Es war vielmehr ein letzter formeller Schritt, den wir nun auch vertraglich festgehalten haben», sagt Sportchef Patrick Mendelin.

Nachhaltigkeit als Stichwort

Mit dem Zusammenschluss soll vor allem der Nachwuchs gefördert werden. Stichwort: Nachhaltigkeit. Ziel ist es, in den nächsten Jahren alle Junioren-Stufen in die höchste Liga zu führen. Als Paradebeispiel dient die U16, welche künftig im Oberhaus spielen wird. «Wir wollen bestmögliche Strukturen bieten, um den Nachwuchs über Jahre für diesen Sport zu motivieren», blickt Mendelin voraus. Bereits jetzt finden die Junioren-Trainings in Basel, Muttenz oder Pratteln statt – aus logistischen Gründen.

Fanion-Team im Umbruch

Das Aushängeschild des Vereins startet am Samstag in die neue 1.-Liga-Saison – mit einem Derby gegen die Waldenburg Eagles. So euphorisch wie sich Basel Regio im Junioren-Bereich zeigt, so zurückhaltend gibt sich der Verein bezüglich Ambitionen des Fanion-Teams. «Noch ist unser Kader zu wenig breit, um vorne mitspielen zu können. Weil der Nachwuchs erst an das 1.-Liga-Niveau herangeführt werden muss, sind wir auf ausländische Verstärkungen angewiesen», sagt Patrick Mendelin, der nach einer Spielzeit bei Leimental wieder zurück in die NLA zu Wiler-Ersigen wechselt. Die Ernte soll dieser Strategie soll in den nächste zwei, drei Jahren eingefahren werden.

Kehrli kommt aus der NLA

Neben dem Finnen Jaakko Levola und dem Esten Kaspar Kallion ist Michael Kehrli die dritte prägende Neuverpflichtung. Der 28-jährige Ettinger wechselt vom NLA-Team Unihockey Mittelland zurück in die Heimat. «Aufwand und Ertrag stimmten für mich nicht mehr überein, also suchte ich eine neue Herausforderung», sagt der Baselbieter. Im Tauziehen um den Routinier – zwischen Waldenburg und Basel Regio – hat sich der Routinier letztlich für Mendelin und Co. entschieden. «Ich spüre, dass hier etwas Grosses entstehen kann. Da will ich dabei sein», macht der Verteidiger deutlich. Als Captain steht Kehrli auf Anhieb in der Verantwortung.

Aber auch Kehrli will sich nicht festlegen, wohin die Reise in dieser Saison führen wird. «Klassenerhalt», definiert er bescheiden. «Aber auch die Playoff-Qualifikation ist keineswegs unrealistisch», fügt er an. Nach einer durchwachsenen letzten Spielzeit geht es für den Klub unter neuem Namen um eine Standortbestimmung