Fussball
Deshalb wollen die Black Stars Benjamin Huggel

Die Black Stars befinden sich auf Trainersuche. Der Wunschkandidat des Erstligisten ist FCB-Legende Benjamin Huggel.

Céline Feller
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Wann steigt Beni Huggel ins Trainermetier ein?

Wann steigt Beni Huggel ins Trainermetier ein?

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Egal, wie viel ein Fussballer als aktiver Spieler erreicht hat, wenn er nach seiner Karriere Profi-Trainer werden will, nützen ihm seine Titel und Erfolge nichts. Er muss den genau gleichen Weg gehen wie ein Einsteiger im Fussball-Business. So geht es auch Benjamin Huggel, dem ehemaligen Mittelfeldspieler des FC Basel, siebenmaligem Schweizer Meister und mittlerweile U16-Trainer beim FC Luzern. Momentan ist Huggel dabei, das A-Diplom zu absolvieren. Im Herbst wird er seine Prüfung ablegen. Um später einmal ein Profi-Team coachen zu können, fehlt ihm noch die Uefa-Pro-Lizenz.

Und die ist nicht so einfach zu bekommen. Wer die Ausbildung beginnen will, muss mindestens zwei Jahre Cheftrainer einer U18-, U21- oder einer 1.-Liga-Mannschaft gewesen sein. Und diese Posten sind rar im Schweizer Fussball. Doch im Sommer wird eine Stelle frei: jene des Cheftrainers bei den Black Stars, dem Basler Erstligisten. Der Vertrag mit dem aktuellen Trainer Samir Tabakovic wurde in gegenseitigem Einvernehmen nicht verlängert, wie Sportchef Peter Faé bestätigt. Doch die Leitung der Black Stars hat bereits einen Wunschkandidaten als Nachfolger erkoren: Benjamin Huggel. «Wir wissen, dass er die Uefa-Pro-Lizenz machen will. Deshalb sind wir auf ihn zugegangen», so Faé. Nicht nur das Fachwissen Huggels macht ihn zum Wunschkandidaten, sondern auch seine Art, so Faé. «Er würde vom Typ her super zu uns passen, und mit ihm als Trainer würden bestimmt auch gleich 100 Zuschauer mehr zu unseren Heimspielen kommen.»

Kompetenz und Kontakte

Hinzu komme die Tatsache, dass Huggel noch immer sehr gute Kontakte im Fussball-Geschäft pflegt. «Nicht nur das, mit ihm als Trainer würden eventuell auch junge Spieler, die den Durchbruch beim FCB nicht schaffen, eher zu uns kommen», erhofft sich Faé von einer Verpflichtung seines Wunschtrainers.

Doch auch wenn der Sportchef bereits von Huggel und den sich bietenden Möglichkeiten mit ihm als Trainer schwärmt, ist noch nichts fix. «Wir verhandeln», sagt Faé. Dabei werde nicht nur mit Huggel, sondern auch mit anderen Kandidaten gesprochen. «Es gibt in der Region genügend ehemalige Profi-Trainer, die auf der Suche nach einer neuen Anstellung sind», so Faé. Dementsprechend sei Huggel nicht der einzige namhafte Kandidat, mit Sicherheit aber die Nummer 1. Faé betont, dass Huggel genau wisse, was für eine Chance ein Engagement bei den Black Stars wäre. Der Verein, der seine Heimspiele auf dem Buschweilerhof austrägt, spielt derzeit in der 1. Liga. Das erklärte Ziel für diese Saison ist jedoch der Aufstieg in die Promotion League. Ein Anreiz mehr für Huggel.

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