Wegen des American-Football-Europacup-Spiels der Gladiators und dank einer Sonderbewilligung konnte die U21 des FC Basel am Samstag erstmals eine Meisterschaftspartie auf dem Campusgelände des Vereins bestreiten. Die Leistung im ersten «echten» Heimspiel konnte sich durchaus sehen lassen. «Man hat gesehen, dass wir auf einem guten Rasen fussballerisch einiges drauf haben», sagte Thomas Häberli, der «etwa zehn hochkarätige Chancen» seines Teams gesehen hatte. Dass die Miene des Basler U21-Trainers dabei nicht ganz zum Inhalt seiner Aussagen passte, lag am Ausgang der Partie. Der Gegner, der SC YF Juventus, hatte sich nämlich mit 3:0 durchgesetzt.

Aluminumpech für die Basler

In einem unterhaltsamen, abwechslungsreichen Match bei garstigem Wetter waren es die Gäste, welche die ersten Ausrufezeichen setzten. Tauljant Limani traf ebenso die Latte (12.) wie Fuat Sulimani (29.). Dazwischen hatte Dein Barreiro allein vor FCB-Goalie Pascal Albrecht den Ball über das Gehäuse gelupft (17.).

In der letzten Viertelstunde vor der Pause rissen aber die Basler das Spieldiktat an sich und kamen durch Albian Ajeti (31.) und Veljko Simic (33., 34.) zu ihren ersten Grosschancen. Tore brachte das Heimteam aber nicht zustande, Michael Gonçalves (42.) und Joël Keller (43.) stellten immerhin den Ausgleich in der Statistik der Aluminium-Treffer her.

Doppelschlag innert sieben Minuten

Die Ereignisse zwischen der 54. und 61. Minute führten schliesslich dazu, dass die Partie auf die Seite der Zürcher kippte. Den Anfang machte Albrecht, der eine Freistossflanke Raul Cabanas’ fallen liess und dem auf dem Boden liegenden David Blumer das 0:1 ermöglichte. Im Gegenzug spielte Robin Kamber Samuele Campo frei, doch der FCB-Mittelfeldspieler schoss allein vor YF-Keeper Dragan Djukic am Tor vorbei. Dann stand wieder der FCB-Goalie im Mittelpunkt und verhinderte mit starken Reflexen gegen Liga-Topskorer Mychell Silva und Blumer das 0:2. Dieses fiel aber nach dem daraus resultierenden Corner. Wieder lieferte Cabanas die Flanke, wieder traf Blumer – diesmal per Kopf –, und wieder machte Albrecht keine glückliche Figur (57.). Zu allem Überfluss musste Christoph Stenz kurz darauf mit Gelb-rot vom Platz und beendete damit die letzten Hoffnungen auf einen Basler Punktgewinn. «Wir haben momentan nicht die Stabilität, um in Unterzahl ein Spiel gegen eine derart gute Mannschaft zu drehen», gab Thomas Häberli zu.

Blumer schnürt den Hattrick

In der Folge hatten die routinierten Gäste ein Chancenplus, Ex-GC-Profi Blumer machte nach einem herrlichen Konter seinen Hattrick perfekt (68.), doch auch die FCB-Junioren hatten Möglichkeiten zur Resultatkosmetik. Gonçalves bezwang Djukic sogar in der Nachspielzeit, doch Sulimani stoppte den Ball noch auf der Torlinie. «Diese Szene war beinahe grotesk – und auch exemplarisch für unsere Chancenauswertung», seufzte Häberli.