Wie schon in der Vorwoche begann der RTV äusserst konzentriert. Das Team von Cheftrainer Samir Sarac und Assistenzcoach Patrice Kaufmann zeigte trotz namhaften Absenzen (Topskorer Rares Jurca und Abwehrturm Dennis Krause fehlten verletzungsbedingt) in der ersten Halbzeit eine über weite Strecken hervorragende Leistung. Nach 20 Minuten führte der RTV eindrücklich mit 8:3 und hatte bis dahin zudem vier weitere hochkarätige Torchancen fahrlässig vergeben.

Besonders zu glänzen wussten in den ersten 30 Minuten Torhüter Aistis Pažemeckas und der fünffache Torschütze Bruno Kozina. Mit dem Pausenrückstand von 9:13 war Kriens-Luzern somit noch äusserst gut bedient, einziger Schönheitsfehler beim RTV war die schlechte Chancenauswertung.

Dramatischer Schlagabtausch

In der zweiten Halbzeit agierten die Innerschweizer deutlich aggressiver (während der RTV aus teilweise unerfindlichen Gründen abbaute) und schafften nach 38 Minuten erstmals den Ausgleich (15:15). In der Folge entwickelte sich ein hochspannender, dramatischer Schlagabtausch, in dem der RTV weitere Grosschancen und zudem zwei Penalties leichtfertig vergab - den letzten davon zwei Minuten vor dem Ende beim Spielstand von 28:27 für Kriens.

Dazu kamen einige höchst umstrittene Entscheidungen der Schiedsrichter, zumeist zu Ungunsten des RTV. So kam Kriens-Luzern schliesslich zu einem glückhaften Sieg und der RTV trat die Heimreise wie schon vor Wochenfrist mit leeren Händen an; im Wissen, den Sieg erneut naiv verspielt zu haben.

Nächster Fixpunkt für den RTV bildet am kommenden Freitagabend, 15. Februar 2019, das Heimspiel gegen das Tabellenschlusslicht GC Amicitia Zürich (20:15 Uhr, Sporthalle Rankhof, Basel).