Philippe Rossinelli (61) ist ein erfahrener Trainer mit Nationalliga-Erfahrung (SR Delémont). Der Jurassier weiss, dass er mit dem FC Laufen vor einer schwierigen Mission steht. «Ein Blick auf die Tabelle zeigt, dass beide Mannschaften vor einem Spiel der Angst standen. Niemand wollte verlieren und so ist es auch herausgekommen», so Rossinelli. Dieser konnte mit dem einen Punkt «gut leben, denn die Mannschaft steht im Vergleich zur Vorrunde defensiv viel besser und lässt dem Rivalen wenig Torchancen zu».

In der Tat hat Laufen in einer Woche dreimal gespielt. Und nie verloren. Aber auch nie gewonnen. «Natürlich, irgendwann müssen wir voll punkten. Am besten in den Heimpartien», lächelt Rossinelli.

Gute Torchancen für Heimteam

Gehörten die ersten zehn Minuten den Gastgebern, die zu drei guten Torchancen kamen, so waren es danach die Gäste, die eher in der Vorwärtsbewegung waren. Doch es fehlte das finale Zuspiel in die Spitzen, sodass Binningen in der Abwehr selten vor Problemen gestellt wurde.

Auffälligste Gästespieler waren der Senegalese Ousmane Ndiaye (24), welcher auf der rechten Aussenbahn mit seiner Schnelligkeit wirbelte und auch das Führungstor für Morad Bouzaamouche (27) vorbereitete. Der Franzose schloss die Vorarbeit von Ndiaye überlegt ab.

Binningen reagiert sofort

Der SCB konnte auf diesen Rückstand reagieren, kam innert Minuten zu zwei Eckbällen. Und es war Mittelstürmer Francesco Biafora, der den dritten Corner mittels Kopfball zum 1:1-Ausgleich verwerte. Gästehüter Mathieu Chapuis gab allerdings beim Herauslaufen keine allzu glückliche Figur ab.

«Hätten wir in der Startphase das durchaus mögliche 1:0 erzielt, hätte Laufen seine Strategie ändern müssen. Anderseits hatte der FCL in der Endphase eher den Siegestreffer auf den Fuss, sodass wir mit dem Remis durchaus zufrieden sein müssen. Wichtig war, gegen einen direkten Relegationsrivalen nicht zu verlieren», so Binningen-Cheftrainer Diego Vigorito.

Laufen mit guten Stürmern

Im Boxen hätten die Gäste aus dem Laufental wohl einen knappen Punktesieg errungen. Ihre Angriffsbemühungen waren zwingender und mit Ndiaye und Bouzaamouche verfügt Laufen über zwei Angriffsspieler, die individuell auffallen. Aufsteiger Binningen konnte seine guten Kritiken vom 2:0-Auftaktsieg gegen Seefeld Zürich bestätigen. Die Elf agiert als Kollektiv und versuchte gegen Laufen mit schnellem Umschalten von der Defensive in die Offensive zum Erfolg zu kommen. Wenn die Passgenauigkeit gesteigert werden kann und sich im Abschluss ein «Knipser» finden lässt (hier wurde Routinier Philippe Becker schmerzlich vermisst), so können die Leimentaler den Ligaerhalt mit Sicherheit wahren.