Badminton-WM

Die Badminton-Elite trifft sich in Basel und eine Milliarde Menschen können zuschauen

Der Chinese Lin Dan gehört in Basel zu den grossen Attraktionen.

Am Montag beginnen in der St. Jakobshalle die Badminton-Weltmeisterschaften. Zur gleichen Zeit finden auch die Para-Weltmeisterschaften in dieser Sportart an. Diese Kombination macht den Anlass zum grössten Badminton-Event aller Zeiten.

Auf 18 Flaggen der Mittleren Brücke prangen derzeit Badminton-Schläger und Shuttles. Sie weisen auf einen Grossanlass hin, der am Montag in der St. Jakobshalle eröffnet wird: die Weltmeisterschaften im Badminton. Eine Woche lang regiert für einmal nicht König Fussball in der Stadt, sondern der Sport der rasenden Ballwechsel. Für Basel sind die Titelspiele beste Werbung in eigener Sache. Das Turnier erreicht weltweit rund eine Milliarde Zuschauer. In 100 Ländern werden die Spiele live im Fernsehen zu sehen sein. Vor allem im asiatischen Raum ist die Begeisterung für Badminton enorm. «Der mediale Effekt dieses Anlasses ist für uns sehr willkommen», sagt Christoph Bosshardt, Vizedirektor von Basel Tourismus. Es sei eine gute Möglichkeit, die Stadt bekannt zu machen, besonders im wichtigen asiatischen Markt.

Zwei Neuheiten bereichern die WM in Basel

Neben den Badminton-Weltmeisterschaften findet in der St. Jakobshalle ein weiterer Wettkampf statt. Zum ersten Mal in der Geschichte des Badminton gehen die Para-Weltmeisterschaften, die am Dienstag beginnen, parallel und in der gleichen Wettkampfstätte über die Bühne. Eine Weltpremiere im Sport. Die Kombination der beiden Wettkämpfe machen die Weltmeisterschaften in Basel zum grössten Badminton-Anlass, der je stattfand.

Die zweite Neuheit ist technischer Natur. Auf dem Center Court wird eine moderne Art der Liveübertragung eingesetzt, die es ermöglicht, auf den Werbebanden länderspezifische Inhalte abzuspielen. Die Banden können somit für jedes Land individuell gestaltet werden.
Bosshardt rechnet während der Weltmeisterschaften mit ein paar tausend zusätzlichen Logiernächten. Es sei jedoch schwierig, abzuschätzen, wie viele Touristen tatsächlich wegen des Badminton-Events nach Basel kommen. «Der Anteil an den Gesamtlogiernächten wird aber nicht riesig sein.» In der St. Jakobshalle rechnen die Veranstalter mit 30 000 Zuschauern. Um dem Interesse gerecht zu werden, scheuen die Organisatoren keinen Aufwand. 250 Tonnen Material wurden auf dem gesamten Areal verbaut. In drei Hallen und auf zwölf Spielfeldern donnern die Weltbesten ihres Fachs die Shuttles über das Netz.

668 Athletinnen und Athleten aus 50 Ländern kämpfen ab Montag in fünf Kategorien um den WM-Titel. «Die Spieler bringen ihr ganzes Team mit. Teilweise reisen sie sogar mit einem eigenen Koch an», sagt Charles Keller, OK-Präsident der Weltmeisterschaften. Vor allem beim Transport sorgt dieser Aufmarsch für Herausforderungen.

Der Therwiler Christian Kirchmayr ist als einziger Schweizer bei den Männern im Haupttableau.

Der Therwiler Christian Kirchmayr ist als einziger Schweizer bei den Männern im Haupttableau.

Für die Schweiz schlagen an den Weltmeisterschaften in den Einzelkategorien Christian Kirchmayr und Sabrina Jacquet auf. «Schaffen sie im ersten Spiel einen Exploit, ist ein Vorstoss in die zweite Runde machbar», sagt Keller. Die grossen Favoriten kommen aber aus dem asiatischen Raum. Vor allem China stellt einige Anwärter auf den Sieg.

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