Baseball
Die Baseballer der Therwil Flyers starten morgen in die Finalserie gegen Bern

Auf die Variation kommt es an: Vor den entscheidenden Finalspielen gibt Werfer Chris Blackbee einen Einblick in sein Können und spricht über die Chanchen der Therwiler gegen die starken Hauptstädter.

Yannik Sprecher
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«Wenn wir gegen Bern so auftreten wie gegen Embrach im dritten und vierten Spiel, werden wir gewinnen», sagt der Pitcher der Therwil Flyers, Chris Blackbee. Die Baselbieter besiegten zuletzt die Embracher Mustangs in einer spannenden Halbfinal-Serie mit 3:2, nachdem sie 0:2 hinten gelegen hatten. Blackbee trifft morgen mit den Flyers zum Start der Finalpoule (Best of 5) um den Schweizer-Meister-Titel in Bern auf die Cardinals (14 Uhr). Die zweite Partie findet am Sonntag auf der Känelmatt statt (14 Uhr).

Erfolg durch Variation

Als Werfer trägt Blackbee eine grosse Verantwortung: Er sorgt dafür, dass die gegnerischen Hitter den Ball nicht treffen und somit nicht punkten. Mit einem Fastball (sehr hart geworfen, wenig Drall) ist der Australier meist erfolgreich. Doch auch seine Sliders (Drehung nach aussen) bringen regelmässig Strikes ein. «Es ist wichtig, dass man variiert», so Blackbee. «Damit der Hitter sich nicht darauf verlassen kann, dass du nur deinen besten Wurf nutzt.» Um die gegnerischen Schlagmänner also im Dunkeln zu halten, streut der 30-Jährige auch andere Würfe, wie den Curveball (mit Topspin) oder den Change-up (vermeintlicher Fastball) ein. Durch Beobachten der Spieler lernt Blackbee, welche Würfe sie nicht mögen und wie er sie aus der Ruhe bringen kann. «Ich kenne meine Stärken und Schwächen», erklärt er weiter, was ihn zu einem guten Pitcher macht. «Und versuche immer, den Gegnern keine Walks zuzugestehen.»

Team mit Amerikanern ergänzt

Das Baseballspielen hat Chris Blackbee bereits mit fünf Jahren in Australien angefangen, wo der Sport sehr populär ist. Während seiner gesamten Schulzeit, und auch später, als er nach Europa kam, hörte er nicht damit auf. Nach Basel zog er unabhängig von den Flyers – er wurde nicht als ausländischer Verstärkungsspieler geholt. Therwil spielte die Saison bislang ohne amerikanische Unterstützung, dafür befindet sich ein grosser Teil der Schweizer Nationalmannschaft in ihren Reihen.

Da in der Deutschen Bundesliga die Saison viel früher zu Ende ist als hierzulande, konnte das Kader für die letzten Serien noch mit zwei Amerikanern ergänzt werden. «Die beiden machen schon einen Unterschied», sagt Blackbee. «Erstens sind sie sehr gute Hitter und zweitens hilft die Verstärkung dem gesamten Team mental.» Ob das gegen die Cardinals reicht, wird sich im morgigen ersten Finalspiel zeigen. «Die Berner sind ein sehr starkes Team», so der Therwiler Pitcher. «Wenn wir ihnen die Möglichkeit zu gewinnen geben, werden sie sie nutzen.»