Kommendes Wochenende steht für die Beachsoccer-Cracks der Basel Scorpions beim Finalturnier in Liestal viel auf dem Spiel: Am Freitag steigt das Cupfinal gegen die Havana Shots Aargau. Am Tag darauf treffen die beiden Saisondominatoren im Meisterschaftsendspiel erneut aufeinander. Im Halbfinale hatten die Scorpions den BSC Jona in zwei dramatischen Partien ausgeschaltet.

Gemäss Präsident und Spieler Moritz Jäggy ist das Team für die Finalspiele bestens gerüstet: «Unsere Nationalspieler haben die Enttäuschung mit dem unglücklichen Vorrunden-Aus bei der Beachsoccer-Weltmeisterschaft verdaut. Sie wollen ihr wahres Können beweisen und steigen hoch motiviert ins Turnier.»

Vor dem Gegner hat Jäggy grossen Respekt und erwartet ein ausgeglichenes Duell: «Sie haben eine starke Offensivabteilung. Wir legen unseren Fokus auf eine kompakte Defensive. Allerdings wollen wir auch unser gepflegtes Passspiel aufziehen und damit das Tempo bestimmen. Aufgrund unseres Sieges in der Qualifikation können wir selbstbewusst in die Partie gehen.»

Gründung nach Plauschturnier

Die Spielzeit im Beachsoccer beträgt jeweils 3x12 Minuten. Allerdings wird die Uhr bei jeder Unterbrechung angehalten, wodurch die effektive Spielzeit über eine Stunde dauert. «Die konditionelle Belastung in unserem Sport ist ziemlich hoch und wird von Aussenstehenden gerne unterschätzt. Viele unserer Spieler holen sich die nötige Fitness mit Einsätzen in der Fussballmannschaft des SC Binningen.»

Die Gründung der Scorpions hat auch eine starke Beziehung mit dem SC Binningen. 2003 bestritten einige Kicker aus dem Kader des Clubs ein Plauschturnier auf Sand. Dieses wurde auf Anhieb gewonnen und weckte die Lust für weitere Einsätze bei Beachsoccer-Turnieren. Im Jahr darauf folgte dann die offizielle Vereinsgründung. Seither amtet Moritz Jäggy als Vereinspräsident und schätzt die freundschaftliche Zusammenarbeit mit den Mitgliedern. Grossen Einsatz zeigt er auch im Beruf; der gelernte Jurist arbeitet für eine grosse Anwaltskanzlei.

Die Kombination von Job und Spitzensport klappt bis jetzt ausgezeichnet. Für die sportliche Zukunft hat er sich ein grosses Ziel gesetzt: «Zurzeit beraten die Fifa und das IOC über die Aufnahme von Beachsoccer in das Programm der Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro. Die Teilnahme mit der Nationalmannschaft wäre der krönende Abschluss meiner Karriere.»