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Die Basel Sharks gewinnen bei Favorit Langenthal

Erstmals seit über zwei Jahren holen sich die Sharks wieder einen Sieg in Langenthal, dank einer eklatanten Leistungssteigerung gegenüber den letzten zwei Niederlagen.

Daniel Monnin
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Langenthals Stefan Tschannen erzielt das Anschlusstor zum 1:2 in Überzahl.
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Langenthalss Brent Kelly (links) verpasst eine Chance gegen Basels Goalie Urban Leimbacher und Verteidiger Fabian Stephan (rechts).
SC Langenthal verliert gegen Basel Sharks
Basels Kanadier Kyle Greentree (am Puck) sorgt vor dem Langenthaler Tor für Alarmstimmung.
Langenthals Marc Kämpf im Kampf um den Puck an der Bande gegen Marvin Frunz.
Langenthals Jeff Campbell vergibt gegen Basels Torhüter Leimbacher.
Langenthal mit Pascal Gemperli (links) kam gegen Basel mit Matthias Rossi (rechts) ins Straucheln.
Basels Oliver Schäublin lässt es an der Bande gegen Langenthals Daniel Carbis krachen.

Langenthals Stefan Tschannen erzielt das Anschlusstor zum 1:2 in Überzahl.

Marcel Bieri

Manchmal lassen sich Dinge – vor allem sportliche Leistungen – nicht erklären. Sport ist keine exakte Wissenschaft, das haben die Basel Sharks mit einer überragenden Leistung nach zwei sackschwachen Niederlagen wieder einmal bewiesen. Der 3:1-Sieg in Langenthal ist verdient, der Abstand auf den Strich wieder auf sechs Punkte gegenüber Ajoie, dem Gegner vom Sonntag, angewachsen.

Besser hätte das Spiel für die Sharks kaum beginnen können: Die in zwei Extrabussen angereisten Basler Fans sorgten überaus lautstark für den richtigen Spirit, den die Spieler sogleich mit krachenden Checks, geradlinigen Angriffen und schnörkellosem Spiel aufnahmen und umsetzten. Hätte man in die Gesichter der Basler blicken können, man hätte grimmige, zu allem entschlossene Fratzen gesehen, zähnefletschend, wie es sich für Haie gehört.

Langenthal versuchte seinen spielerischen Mittel einzusetzen und das Spiel schnell zu machen, Basel hielt dagegen, mit viel Körpereinsatz, aber auch überlegt und koordiniert. Und Basel konterte, was das Zeugs hielt: Buck schloss nach knapp drei Minuten einen Bilderbuch-Konter mit einem genialen, öffnenden Pass in die Tiefe von Kyle Greentree kaltblütig ab. Greentree machte es ihm zehn Minuten später nach, Passgeber war diesmal Buck, erneut hatte auch Michel Riesen, der seit langem wieder einmal neben den beiden Ausländern spielte, seinen Stock im Spiel.

Ein Eigentor als Entscheidung

Die 2:0-Führung nach dem Startdrittel war nicht unmittelbar, Basel hatte alles richtig gemacht und mehr als das Optimum herausgeholt. Der Rückstand bewog Langenthal dazu, noch aggressiver aus der Kabine zu kommen, den offenen Schlagabtausch anzunehmen. Das Konzept schien aufzugehen, zumal Langenthals Aktionen auch genauer und noch schneller wurden. Das brachte die Basler in Verlegenheit und immer mehr unter Druck.

Die logische Folge: Strafen, die erste gegen Wüthrich nützten die Langenthaler aus, die zweite und dritte hingegen nicht mehr, denn einerseits hatte sich Basel wieder besser gefunden, andererseits zollten die Oberaargauer ihrem horrenden Tempo Tribut und ihre Aktionen wurden wieder fehleranfälliger. Das änderte sich auch im Schlussdrittel nicht, die Partie verlief weiterhin ausgeglichen.

Je näher sich das Spiel dem Ende näherte, desto mehr drückte Langenthal, das mittlerweile seine zweite Lunge aktivierte, auf den Ausgleich. 112 Sekunden vor Schluss nahm Horak seinen Torhüter hinaus, 42 Sekunden vor dem Ende «schlich» ein Rückpass von Langenthals Topscorer Jeff Campbell ins eigene Tor. . .