Eishockey

Die Basel Sharks unterliegen Langenthal erneut 2:5

Langenthals Marc Leuenberger versucht den Puck auf der Linie zu retten – doch er kann das 1:0 der Basel Sharks nicht verhindern. Roland Schmid

Langenthals Marc Leuenberger versucht den Puck auf der Linie zu retten – doch er kann das 1:0 der Basel Sharks nicht verhindern. Roland Schmid

Die Sharks stehen nach der zweiten Niederlage in der Viertelfinalserie gegen Langenthal mit dem Rücken zur Wand. Am Dienstag braucht es eine grosse Leistung, sollte der erste Playoffsieg seit 2008 gelingen.

Akt Nummer 1 der Playoff-Viertelfinalserie ging am Freitag an Langenthal, Akt Nummer 2 am Sonntag ebenfalls. Ebenso deutlich, ebenso diskussionslos.

Akt 2 entpuppte sich als praktisch deckungsgleiche Kopie von Akt 1. Langenthal war das bessere Team, das seine Chancen konsequenter ausnützte als die erneut während den zweiten 30 Minuten zahnlosen Basler Haie, die nur etwas mehr als ein Drittel lang tanzten, danach an ihren eigenen Unzulänglichkeiten scheiterten und am Schluss in sich zusammenfielen - ähnlich wie der grosse, aufblasbare Hai, durch den sie zwei Stunden vorher das Eis betreten hatten.

Keine Chance

Basel war Langenthal in allen Belangen unterlegen, vor allem im Powerplay. Die Gäste nutzten drei der vier Basler Ausschlüsse zu Toren aus, Basel hingegen brachte bei neun Ausschlüssen, darunter fast einer Minute mit 5 gegen 3, kein Tor zustande.

Aber auch in der physischen Präsenz vor dem Tor, dem defensiven Stellungsspiel und der Schussgenauigkeit lagen die Vorteile auf Seiten der Berner. Und dies bei einem erneut ausgeglichenen Schussverhältnis von 36:36.

Basel-Captain Marvin Frunz sprach von «dummen Geschenken und zu vielen blöden Fehlern. Wir schiessen uns immer wieder selber ins Bein.» Noch ist nicht aller Tage Abend, aber eine Rückkehr der Basler in die Serie würde erstaunen, auch wenn Frunz sagt: «Alles beginnt am Dienstag bei Null.»

Die Vorteile liegen nach der 2:0-Führung klar auf Seiten der Langenthaler, einer eingespielten und über Jahre gewachsenen Truppe, die erneut in der gleichen Aufstellung antreten konnte, während Basel wieder umstellen musste und auch noch Nando Wüthrich mit einer Fussverletzung verlor.

Mangelnde Routine

«Der halben Mannschaft fehlt die Playoff-Erfahrung», stellten Frunz und auch Trainer Dino Stecher unisono fest. Eine Aussage, die stark an eine Ausrede erinnert, aber eben -vor allem in den Playoffs - trotzdem ihre Gültigkeit hat.

Der erste Schuss aufs (Basler) Tor nach 10 Sekunden, der erste Check (im Basler Drittel) nach 20 Sekunden, die erste gute Basler Chance nach 73 Sekunden, das erste Basler Tor - ein klassisches Eigentor, das Matthias Rossi gutgeschrieben wurde - 14 Sekunden später.

Das Spiel begann, wie ein Playoff-Spiel beginnen muss: Intensiv. Doch die Intensität hielt sich fortan in engen Grenzen und wenn die Spieler die Grenzen auszuloten versuchten, wanderten sie auf die Strafbank. So etwa in der 5. Minute, in der die cleveren Langenthaler innert 31 Sekunden zwei Basler Strafen zu zwei sehenswerten Powerplay-Treffern ausnützten.

Basel kam kurz darauf zurück und hielt das Spiel offen, aber - und da wären wir wieder beim Vergleich von Akt 1 und Akt 2- nur bis zur ersten Drittelspause, denn danach gab wieder Langenthal den Ton an. Stefan Tschannen schoss das dritte Powerplay-Tor und derselbe Akteur sorgte sechs Sekunden vor Drittelsende nach einem Kollektiv-Versagen der fünf Basler vor dem eigenen Tor für die (Vor-)Entscheidung.

Niederlagenserie geht weiter

Sinnbildlich auch die 46. Minute: Greentree brach im Powerplay an der blauen Linie bei einem Schussversuch der Stock, im Gegenzug sorgte Tschannen mit seinem dritten Treffer in Folge für die endgültige Entscheidung. Danach war das Spiel vorbei, Basel hatte sich aufgegeben, Langenthal machte noch das Nötigste.

Basel benötigt am Dienstag bereits ein kleines Wunder zum Break und zum ersten Playoff-Sieg seit 2008, denn mittlerweile steht die Bilanz bei 14 NLB-Playoff-Niederlagen. Wunder geschehen immer wieder, vor allem im Sport und erst recht in den Playoffs.

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