Der erste Höhepunkt fand bereits am Freitagabend statt, als die Sable Dancers den Cupfinal gegen GC mit 6:2 gewannen, sich den Sieg aber erst im letzten Drittel sicherten. Die «Berner» sind primär Spielertrainer Angelo Schirinzi (Riehen), Captain Stephan Leu aus Binningen und fünf Nationalspieler aus Tahiti, welche heuer die Attraktion der nationalen Meisterschaft sind.

Bereits vor der letzten Runde war klar, dass die Sable Dancers, die Chargers, die «Hoppers» und die Scorpions die vier ersten Ränge belegen würden. Und somit auch den Meister unter sich ausmachen werden. «Es sind die vier besten Teams, in deren Reihen allesamt Schweizer Nationalspieler, aber auch internationale Grössen, spielen», so Reto Wenger, der seit jeher den nationalen Verband präsidiert.

Drei Tore von Stankovic

Im ersten Playoff-Halbfinale (Hinspiel) standen sich die Chargers und der amtierende Meister GC gegenüber. Dass die Zürcher den Vergleich mit 7:4 gewannen, ging in Ordnung. Dejan Stankovic, einer der weltbesten Sandfussballer, führt die Grasshoppers als Spielertrainer an. Drei Tore schoss Stankovic, einmal war «Didi», ein brasilianischer Nationalspieler, erfolgreich.

Meisterzug noch nicht abgefahren

Trotz dieser Niederlage ist der Meisterzug für die beste Baselbieter Sandfussball-Equipe nicht abgefahren. Den Chargers, die im Ex-Nationaltorhüter Nico Jung (während Jahren weltweit wohl der beste Keeper) über einen ganz starken Rückhalt verfügen, genügt ein Sieg mit einem Tor Differenz, um eine dreiminütige Verlängerung im Berner Oberland zu erzwingen.

Den Abschluss dieser bei hochsommerlichen Temperaturen ausgetragenen Veranstaltung auf dem Beachsoccer-Feld auf den St. Jakob-Sportanlagen bildete die Partie zwischen dem Qualifikationssieger Sable Dancers aus Bern und dem Rekordmeister Scorpions aus Basel. Diese müssen seit einer Woche auf Routinier und Kapitän Moritz Jaeggy verzichten. Der Binninger studiert in San Diego. Und weil sein Bruder Kaspar sich verletzte, gingen die Basler geschwächt ins letzte Turnierspiel. Doch Goalie Valentin Jaeggy, der dritte der «Jaeggy-Brothers», brachte Schirinzi und die tahitischen Sandvirtuosen zur Verzweiflung. Und im Angriff war Nationalverteidiger Dominik Ziegler sehr treffsicher und wenige Sekunden vor Abpfiff gelang ihm der 6:6-Ausgleich.

Finale in Spiez

Die anderen Teams gehen ein wenig unter; die «grossen Vier» beanspruchen das Hauptinteresse für sich. Dass zwischen dem Ersten und Tabellenletzten eine eklatante Differenz besteht, zeigte die Partie der Sable Dancers gegen La Côte. Schirinzi und Co. gewannen gegen die überforderten Romands gleich mit 19:0. Doch die Schweizer Liga gehört weltweit zu den stärksten. Während beim Rasenfussball die besten Schweizer Fussballer ins Ausland gehen, kommen im Beachsoccer die ausländischen Grössen in die Schweiz. Das finale Wochenende in Spiez wird übrigens, auf Internet-Seiten, live in 50 (!) Ländern ausgestrahlt. Und ein Baselbieter Endspiel ist noch immer möglich, auch wenn Insider glauben, dass die «Sandtänzer» aus der Bundeshauptstadt und Titelverteidiger Grasshoppers den Meister unter sich ausmachen werden.

Auch Frauen sind top

Dass auch die Schweizer Frauen im Beachsoccer eine Macht sind, zeigten die beiden Test-Länderspiele gegen Tschechien und Deutschland. Gegen die Osteuropäerinnen gab es einen 6:4-Sieg. Der grosse Nachbar wurde gleich mit 11:1 in den Sand «gebuddelt».