«Wir sind nur schwer in die Partie reingekommen und zudem hat die Aggressivität in der Defensive gefehlt.» Mit diesen Worten umschrieb Trainer Raphael Wicky die Startphase zwischen seinem FC Basel U21 und dem FC United Zürich. Dass bei den Rotblauen noch nicht alles zusammenpasste, vermochten die Gäste auszunützen und gingen dank eines Kopfballtreffers von Marco Colocci verdient in Führung.

Ein Lattenschuss von Derek Kutesa, gefolgt von einem Offside-Tor Giuseppe Morellos in der 14. Minute schien aber die Initialzündung für das Heimteam zu sein. Die Basler steigerten sich langsam und hatten ab der Hälfte des ersten Durchgangs alles im Griff. Ursprung der meisten gefährlichen FCB-Angriffe war Kutesa: Der linke Flügel hatte eine Grosschance (34.), legte Gezim Pepsi eine weitere auf (37.) und traf noch ein weiteres Mal die Latte (41.). «Er hat unglaubliche Qualitäten und kann den Unterschied ausmachen», lobte Wicky seinen Offensivspieler.

Ein unzufriedener Trainer

Nicht ganz so glücklich war der 39-Jährige mit der Ausbeute seiner Elf nach 45 Minuten: «Es hätte mindestens 3:1 stehen müssen!» Immerhin durfte der Platzclub den Ausgleich bejubeln. Nach einem kurz gespielten Eckball flankte Kutesa an den hinteren Pfosten, wo Charles Pickel per Innenrist vollstreckte (28.).

Die Halbzeitpause spielte den Zürchern in die Karten, wirkten sie doch nach dem Seitenwechsel wieder etwas stabiler. Es dauerte jedenfalls eine Viertelstunde, bis der FCB-Nachwuchs zu seiner ersten Chance kam. Doch weil Raul Petrettas leicht abgefälschter Flachschuss den Weg ins Tor fand und Pepsi nur drei Minuten später nachdoppelte, war der Match gelaufen.

Ein Eigentor von Thomas Temperli besiegelte schliesslich den 4:1-Endstand (72.), was die jungen Basler dazu verführte, in Genügsamkeit zu verfallen – sehr zum Missfallen ihres Trainers. «Ich verlange ja nicht, dass die Spieler noch drei Kisten machen, aber ein wenig solider hätten sie es schon zu Ende spielen dürfen», sagte Raphael Wicky, dessen Gesamtfazit aber dennoch positiv ausfiel. «Wir haben verdient gewonnen und sind in der gesamten Vorrunde zu Hause ungeschlagen geblieben. Ich bin zufrieden.»

Telegramm:

FC Basel U21 – FC United Zürich 4:1 (1:1)

Campus, Münchenstein. – 200 Zuschauer. – SR Ghisletta. – Tore: 9. Colocci 0:1. 28. Pickel 1:1. 60. Petretta 2:1. 63. Pepsi 3:1. 72. Temperli (Eigentor) 4:1.

Basel U21: Thürkauf; Nsumbu, Lokaj, Kaiser, Petretta; Pepsi (66. Liechti), Pickel; Morello, Cani (76. Micelli), Kutesa; Manzambi (82. Mushkolaj).

United Zürich: Djukic; Temperli, Uzelac, Mollet, Weller (68. Schlauri); Popara, Mihaylov (64. Cabanas); Marjanovic (76. Stefanovic), Colocci, Barreiro; Paiva.

Bemerkungen: Basel ohne Adamczyk, Conus, Huser, Kränzle, Pululu, Riccio, Schmid, Sülüngöz (alle verletzt), Malinowski, Pacheco und Vogrig (alle nicht im Aufgebot). United Zürich ohne Huber, Trovato (beide verletzt), Milani (gesperrt) und Etemi (abwesend). – Verwarnungen: 50. Cani, 54. Mollet (beide Foul). – 14. Lattenschuss Kutesa. 14. Tor von Morello aberkannt (Offside). 30. Uzelac klärt Schuss von Morello auf der Linie. 41. Lattenschuss Kutesa.