Handball
Die Baslerinnen feiern in Uster einen souveränen Sieg

Dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung gewinnt die SG Basel Regio 34:29. Dies, obwohl die Voraussetzungen nicht sehr positiv gewesen sind.

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Ein starkes Kollektiv führt zum Erfolg.

Ein starkes Kollektiv führt zum Erfolg.

Robert Varadi

Wer vor dem Spiel im Zürcher Oberland gesagt hätte, dass die SG Basel Regio einen so souverän herausgespielten Auswärtssieg realisieren würde, wäre wohl für leicht verrückt erklärt worden. Obwohl die Baslerinnen ohne vier wichtige Spielerinnen antreten mussten, war man eigentlich nie in Gefahr, dieses Spiel zu verlieren. Und durch diesen wichtigen Auswärtserfolg hat man es auch wieder in der eigenen Hand, den angestrebten 5. Tabellenplatz zu erreichen, welches in der kommenden Saison die Teilnahme am Europacup bedeuten würde.

Die SG-Spielerinnen begannen die Partie entschlossen und engagiert und erwischten damit die Mannschaft des TV Uster auf dem falschen Bein. Nach sieben Minuten stand es bereits 6:1 für das Team von Trainer Thomas Mathys. Eliane Estermann konnte in dieser Startphase mit 4 Toren, alle aus dem Rückraum, besonders glänzen. Mit dem Auftreten ihrer Mannschaft konnte Usters Trainerin Ruth Jud nicht einverstanden sein und so zog sie bereits ein Time-out ein. Das Spiel wurde zwar etwas ausgeglichener, aber die Zürcher Oberländerinnen schafften es nie, näher als zwei Tore an die Baslerinnen ranzukommen.

Vier Tore Vorsprung zur Pause

Die Abwehrarbeit war insgesamt gut, vor allem aber Timi Mezei konnte durch eine aufmerksame Bewachung Usters Toptorschützin Sabrina Marty praktisch komplett aus dem Spiel nehmen. In der Schlussphase der ersten Halbzeit konnte die SG Basel Regio den Vorsprung wieder leicht erhöhen und mit einem 18:14 aus Basler Sicht wurden dann die Seiten gewechselt.

Alle waren gespannt, wie die Mannschaft die zweiten Halbzeit anfangen würde und was im Verlauf der zweiten 30 Minuten alles passieren würde. Würde es der Mannschaft von Ruth Jud gelingen, das Steuer nochmals herumzureissen oder schaffen es die Baslerinnen, sogar noch einen Zahn zuzulegen.

Das zweite war der Fall. Während die Abwehr weiterhin einen insgesamt guten Eindruck hinterliess, gelang es nun vor allem auch den jüngeren Spielerinnen, ein Zeichen zu setzen. Zuerst schaffte Selina Lorenz um die 40. Minute herum eine Triplette, und das innerhalb von gut 100 Sekunden. Das gleiche Kunststück gelang Ria Estermann dann ebenfalls, und zwar in den letzten fünf Minuten. Auch Marie-Rose Bütikofer gelangen in den letzten 15 Minuten drei schöne Tore, sodass der Vorsprung kontinuierlich ausgebaut werden konnte.

Ein weiteres Ziel erreicht

Um die 50. Minute (22:30) war das Spiel entschieden und Trainer Mathys konnte so noch allen Spielerinnen genug Einsatzzeit gewähren. Und wie im ersten Spiel im Herbst wollte man unbedingt verhindern, 30 Tore zu kassieren, was dann auch knapp gelang.

Alle waren sich einig, dass man sich diesen Sieg mit einer tollen Mannschaftsleistung absolut verdient geholt hat. Angefangen von zwei starken Torhüterinnen, einer gut arbeitenden Defensive und tollen Offensivaktionen war die Mannschaft und der Trainerstab gewillt, dieses so wichtige Spiel unbedingt zu gewinnen.