Landhockey
Die Baslerinnen liegen punktelos auf dem letzten Platz

Obwohl die Basler «Dybli» in der abgeschlossenen Hallenmeisterschaft den zweiten Platz belegten, läuft es den Baslerinnen auf dem viel grösseren Feld gar nicht: Sie mussten sich mit einer 0:1-Niederlage gegen Luzern abfinden.

Hans Peter Schläfli
Merken
Drucken
Teilen
Bildergalerie 1
5 Bilder
Die Baslerinnen mussten gegen Luzern unten durch, so wie in dieser Szene Janina Anthonysamy gegen Marina Gysin.
Die Baslerin Janina Anthonysamy im Zweikampf mit der Luzernerin Martina Schwerzmann.
Die Baslerin Julia Stühlinger sucht eine Anspielstation.
Die Baslerin Anouk Kern muss sich vor zwei Luzernerinnen befreien.

Bildergalerie 1

In der kürzlich abgeschlossenen Hallenmeisterschaft belegten die Basler «Dybli» den ausgezeichneten zweiten Platz hinter Wettingen, aber noch vor den Luzernerinnen, den Gegnerinnen vom Sonntagmorgen auf dem Rankhof. Draussen an der frischen Luft, auf dem viel grösseren Feld, da läuft es den Baslerinnen aber gar nicht. Sie müssen sich mental bereits auf die Abstiegsrunde vorbereiten, denn sie liegen punktelos auf dem letzten Platz, und sie verloren auch gegen den Luzerner SC, wenn auch nur knapp mit 0:1.

Die Basler «Dybli» verschliefen die erste Viertelstunde des ersten Heimspiels des Jahres total. Sie wirkten passiv, ja emotionslos und liessen sich von den Luzernerinnen total in die Defensive drängen. Mit dem ersten gelungen Abschluss fiel dann in der 12. Minute auch das einzige Tor der Partie. Dass dabei eine Luzernerin über die Basler Torfrau gestolpert war und diese behinderte, hatten die Schiedsrichter übersehen.

In der zweiten Hälfte sah man ein verwandeltes Basler Team, das die Initiative übernahm, und die Gegnerinnen kaum je über die Mittellinie kommen liess. Die Stürmerinnen positionierten sich besser und fingen viele Pässe der Gegnerinnen im Ansatz ab. Auch die Torchancen waren vorhanden, doch die Qualität der Schüsse war ungenügend. In diesem Bereich müssen die «Dybli» unbedingt weiter hart trainieren, wenn sie sich in der Nationalliga A behaupten wollen. Selbst bei den vier kurzen Ecken, die sie herausholten, kam jeweils nur ein harmloses Schüsschen heraus, und so blieb es bei der vermeidbaren 0:1-Niederlage für Basel. «Es ärgert mich, dass wir aus diesen kurzen Ecken nichts herausholen konnten», zog Coach Roger Thoma am Schluss Bilanz, «dabei haben wir genau das geübt. Das Minimum wäre, dass der Schuss aufs Tor kommt und wir noch eine Chance zum Nachschuss bekommen.»

Dass es in der Halle besser geklappt hat, lässt sich mit dem Leistungsgefälle innerhalb des Kaders erklären. Das Potenzial an stocktechnisch guten Spielerinnen ist in Basel beschränkt. In der Halle können es die besten fünf «Dybli» mit allen Gegnerinnen ausser den dominierenden Wettingerinnen mithalten. Auf dem grossen Feld – und das ist das echte, das olympische Landhockey – braucht es halt doppelt so viele Feldspielerinnen, und einige der Baslerinnen müssen noch kräftig an ihrer Technik und am Stellungsspiel feilen, bis sie wirklich die Anforderungen für die NLA erfüllen.