«Die Enttäuschung ist gross. So ein Spiel zu verlieren, tut weh», fasste Arjan Peço zusammen. Der Basler U21-Trainer hatte zwar keine schöne Promotion-League-Partie gesehen, dafür aber, dass seine Elf dem Aufstiegsaspiranten aus Yverdon mindestens ebenbürtig war. «Im Verlauf der zweiten Halbzeit waren gar besser», fand Peço.

Der von Zweikämpfen, zweiten Bällen und Abspielfehlern geprägte Match war eigentlich ein typisches 0:0, denn zu Torchancen kamen die Teams nur selten. Die beste der Rotblauen hatte Afimico Pululu, der in der 33. Minute nach schönem Solo Noah Okafors freistehend aus wenigen Metern verzog.

Eine Mannschaft für den Aufstieg

Die Westschweizer - „Eine Mannschaft, die zusammengestellt wurde, um aufzusteigen“, so Peço – liessen teilweise bei Freistössen aus dem Halbfeld ihre Klasse aufblitzen, konnten aber Gion Fadri Chande aber nur sporadisch beunruhigen. Und als der FCB-Goalie in der 65. Minute allein gegen Yverdons Superstar Djibril Cissé lange stehen blieb und dessen Schuss festhielt, rechneten die meisten Zuschauer im Leichtathletikstadion St. Jakob mit einem leistungsgerechten Remis.

Nach 74 Minuten gelang den Romands aber dennoch der Lucky Punch: Im Anschluss an einen Corner hämmerte Quentin Rushenguziminega den Ball am vorderen Pfosten an die Latte, der Abpraller landete bei Bindi Mahamat, der aus kurzer Distanz an Chande scheiterte. Der nächste Abpraller sprang allerdings Adriano De Pierro vor die Füsse, der das Leder aus einem Meter ins Netz drosch. «Wir haben ein typisches Nachwuchsmannschaft-Tor gekriegt», seufzte Arjan Peço, räumte aber auch ein: «Solche Sachen kann man im Training nicht simulieren.»

Chance wurde nicht verwertet

Weil die abgezockten Gäste um Abwehrchef François Marque in der Folge fast nichts mehr anbrennen liessen, durften sie am Ende die drei Punkte zurück in die Heimat nehmen. Dem FCB-Trainer blieb nur die zähneknirschende Feststellung, «dass wir eine unserer wenigen Chancen hätten nutzen müssen».

Ebenfalls enttäuscht waren die Old Boys nach ihrem Gastspiel im Zürcher Juchhof. Obwohl die Gelbschwarzen, die in ungewohnten grünweissen Auswärtstrikots angetreten waren, mehr Ballbesitz und ein Chancenplus gehabt hatten, mussten sie – einmal mehr – als Verlierer vom tiefen Platz stampfen.

Es sah nach einem Unentschieden aus

Bereits in der ersten Halbzeit waren Luftëtar Mushkolaj und Deny Gomes, die in Zürich das OB-Sturmduo bildeten, allein vor YF-Goalie Ilija Kovacic gescheitert. Nach dem Seitenwechsel hatte Serkan Korkmaz Pech mit einem Lattenschuss gehabt. Und obwohl beide Teams bis zum Ende den Sieg in diesem „Sechs-Punkte-Spiel“ suchten, lief alles auf ein torloses Unentschieden hinaus.

Bis Giuseppe Colocci eine Minute vor Schluss einen schönen Angriff mit dem 1:0 für das Heimteam abschloss. Von diesem Schock erholten sich die Basler nicht mehr und Colocci konnte tief in der Nachspielzeit seinen zweiten persönlichen Treffer bejubeln.

Basler nicht in topform

«Man kann den Jungs nichts vorwerfen. Sie haben alles für den Sieg getan und waren spielerisch besser», sagte Rafet Öztürk nach dem Match. Der OB-Sportchef weiss, dass nach der Niederlage der Druck auf sein Team vor dem Nachholspiel gegen United Zürich (Mittwoch, 28. März, 20 Uhr, Schützenmatte) nochmals gestiegen ist.

Auch eine Liga tiefer lief es dem Basler Team nicht nach Wunsch: Der FC Black Stars verlor beim von Ex-Black-Trainer Dariusz Skrzypczak Leader Solothurn mit 0:2 (0:0). Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit brachte Topskorer Loïc Chatton den Favoriten mit der ersten Offensivaktion nach dem Seitenwechsel in Führung und lenkte so die Partie in die gewünschten Bahnen.