Badminton
Die besten Badminton-Schwestern der Schweiz kommen aus Dornach

Sue und Yvonne Keller spielen «in der Fremde» für Team Argovia in der NLA. Als eingespieltes Doppel harmonieren die Dornacherinnen auch neben dem Badminton-Feld.

Andreas Fretz
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Eingespieltes Doppel: Sue (vorne) und Yvonne Keller.

Eingespieltes Doppel: Sue (vorne) und Yvonne Keller.

Andreas Fretz

Sue und Yvonne Keller sind ein eingespieltes Doppel, nicht bloss auf dem Badminton-Feld, auch abseits der Shuttle-Jagd. «Wir haben schon immer gut harmoniert», sagt die 25-jährige Sue. Beide Schwestern sind im Sternzeichen Waage geboren. «Vielleicht ist das das Geheimnis unserer Harmonie», sagt die 22-jährige Yvonne. Eines ist klar: Falls der Sport ihre Beziehung belasten würde, würden sie als Doppel sofort aufhören. Dazu besteht freilich kein Grund. Sue und Yvonne Keller sind die besten Schwestern der Schweiz. Im Frauen-Doppel sind sie amtierende Vize-Schweizer-Meisterinnen. Zusammen haben sie vier Turniere der Kategorie A gewonnen. Die Dornacherinnen sind das einzige Geschwister-Paar, das in der höchsten Liga des Landes spielt. Seit vier Jahren treten sie gemeinsam als Doppel an, seit zwei Jahren in Diensten des Team Argovia.

Basel als Lebensmittelpunkt

In der Freizeit sind sie beste Freundinnen, bewegen sich im selben Kollegenkreis und gehen gemeinsam in die Ferien. Als Sue bei einem Wettbewerb einen Reisegutschein gewonnen hatte, war sofort klar, dass sie ihre kleinere Schwester mit nach Mexiko nehmen würde. Neben Dornach und den Badminton-Hallen der Schweiz ist Basel ihr Lebensmittelpunkt. Sue, die gelernte Kauffrau, arbeitet beim Finanzdepartement der Stadt. Yvonne absolviert die Fachhochschule für soziale Arbeit. Nur eines trennt die beiden: Sie wohnen nicht unter demselben Dach. Yvonne wohnt noch bei den Eltern, Sue in einer eigenen Wohnung. Über einen Zusammenzug wurde auch schon diskutiert. «Aber vielleicht ist es ganz gut, wenn wir nicht 24 Stunden zusammen sind, wir sehen uns ohnehin täglich», sagen beide.

Teilnahme an Swiss Open als Ziel

Als Doppel profitieren sie davon, dass sie über alles reden können. «Wir sind sehr kommunikativ. Mit der Schwester kann man über Dinge sprechen, die man einer anderen Partnerin eher verschweigen würde», sagt Sue. Dem Traum von der grossen Sportler-Karriere eifern die Kellers nicht nach, dazu stehen sie mit beiden Beinen zu fest im Leben. Zwei Ziele möchten sie sich dennoch erfüllen: Einmal Schweizer Meisterinnen im Doppel werden und beim Heimturnier, dem Swiss Open in Basel, antreten. «Wir sind jedes Jahr unter den Zuschauern», sagt Yvonne, «von klein auf ist es unser Wunsch, an diesem Turnier teilzunehmen.»