Der Gegner war einfach besser, spritziger und auch kämpferisch stark. Zu dieser Erkenntnis waren die Spieler des SV Muttenz nach 90 Minuten gegen die U21 der Grasshoppers gelangt. Obwohl der 1.-Liga-Aufsteiger aus dem Baselbiet keineswegs enttäuschte, war die Hürde einfach zu hoch und die 1:4-Heimniederlage die logische Konsequenz .

Die kombinationssicheren Zürcher drückten der Partie von Beginn weg ihren Stempel auf und gingen in der 23. Minute durch Sandro Knab in Führung. Obwohl die Rotweissen dran am Gegner waren, schaffte es der GC-Mittelfeldspieler einen scharfen Flachschuss im Eck zu platzieren. Captain Fabio Fehr erhöhte im Anschluss das Skore auf 0:3 (31., 47.), ehe Srdan Sudar per Kopf auf 1:3 verkürzen konnte (49.).

Als kurz nach Ablauf einer Stunde Fernando Muelle im GC-Strafraum gefoult wurde, hatte das Heimteam gar die Chance zum Anschlusstreffer. Doch Sudar scheiterte mit seinem schwach getretenen Penalty an Goalie Marvin Keller, weshalb eine „heisse“ Schlussphase nur Wunschdenken der Muttenzer Fans blieb. Stattdessen traf der eingewechselte Leonardo Uka noch zum 1:4 (83.).

Black verliert deutlich

Eine Etage höher ging der FC Black Stars gar als 0:4-Verlierer vom Feld. Das Duell gegen Yverdon Sport war in der von englischen Wochen geprägten Frühphase der Saison das berühmte Spiel zu viel. Die ausgeruhten Waadtländer, die teuerste und individuell am besten bestetzte Equipe der Promotion League, waren deutlich aggressiver als die Basler. „Der Gegner war physisch stärker, sein Umschaltspiel stellte uns vor ziemliche Probleme“, gab Samir Tabakovic zu. Der Trainer der schwarzen Sterne war aber mit der Aufzählung von Yverdons Vorzügen noch nicht fertig: „Die Standards und die Innenverteidiger haben heute den Unterschied gemacht.“

Das 0:1 war nach einem Corner gefallen (13.), das 0:2 hatte Mustafa Sejmenovic, der eine Innenverteidiger, per Kopf nach einem Freistoss erzielt (27.). Sébastien Le Neün, der andere Innenverteidiger, traf per noch Kopf (69.). Lediglich der letzte Gästetreffer durch Fabio Morelli war herausgespielt worden (79.).

Die Basler waren keineswegs chancenlos, doch bei ihren wenigen guten Möglichkeiten war Torhüter Kevin Martin zur Stelle. Pech hatte das Heimteam in der 26. Minute, als Deny Gomes penaltyreif gefoult wurde, Mirel Turkes zum Entsetzen der Black Stars aber weiterspielen liess. Wenige Sekunden später pfiff der Unparteiische schliesslich jenen (schmeichelhaften) Freistoss, der am Ursprung des 0:2 stand ...

Nur der FCB holt sich einen Punkt

Ein positives Resultat durfte dagegen die U21 des FC Basel beim FC Rapperswil-Jona verbuchen. In einer animierten Partie hatten die Gäste zwar eine Mehrzahl an Spielanteilen und Chancen , mussten sich zwischendurch aber auf die Klasse Jozef Pukajs verlassen. Besonders stark war, wie der Goalie kurz vor der Pause einen aus zehn Metern abgegebenen Schuss Eusébio Gomes' aus der Ecke „kratzte“.

Mit zunehmender Spieldauer wurde klar, dass die in weiss gekleideten Rotblauen über den längeren Atem verfügten. Doch weil Keeper Christian Leite gegen Leandro Gaudianos Abschluss eine gute Parade zeigte (73.) und Lirik Vishis Schlenzer von der Sechzehnerlinie das Ziel um Millimeter verfehlte (88.), blieb es beim 0:0.

Arjan Peço strich nach Spielende das Positive heraus: „Wir waren bei einem Challenge-League-Absteiger die bessere Mannschaft, spielten zu Null und sind in immer noch ungeschlagen.“ Was seiner Truppe hingegen gefehlt habe, war der hohe Rhythmus, den man beim 3:1-Sieg gegen Breitenrain noch an den Tag gelegt hatte. „Unser Spiel war einen Tick langsamer“, stellte der FCB-U21-Trainer fest und wollte weder die heissen Temperaturen, noch den leicht stumpfen Rasen als Ausrede gelten lassen. „Es liegt an uns, mit den Gegebenheiten zurechtzukommen!“