Es gibt Vergleiche, die sich sehr ungleich entwickeln. Und nach Abpfiff muss der Verlierer neidlos, und ohne Wenn und Aber, die Überlegenheit des Sieges anerkennen. Die war beim «Nachbarschafts»-Duell zwischen den Black Stars und den Gästen aus der Innerschweiz der Fall.

Das finale Skore widerspiegelt nur dezent die Inferiorität der Nidwaldner, die bereits in der Anfangsphase in Rückstand geraten sind. Und nach dem Doppelschlag durch Topskorer und Torgarant Mickaël Rodriguez (es waren seine Meisterschaftstreffer 15 und 16!) ging es für die Gäste nur noch darum, «kein Desaster zu erleben», wie einige Akteure nach Abpfiff erklärten, während man in den Basler Reihen nur zufriedene Gesichter sah. Und wenn Sportchef Peter Faé sagt, dass er «hochzufrieden und stolz ist», dann ist das ein Lob der Superlative für Trainer und Aktive.

Fussball zelebrieren

Der Gastgeber hingegen spielte nicht nur mit dem Ball und Rivalen, sondern er zelebrierte Fussball. Cheftrainer Andy Fimian und sein Personal waren sich einig, dass «die erste Halbzeit etwas vom Besten war, seitdem wir zusammen arbeiten». Und dennoch brach keine Euphorie aus, denn Bledar Binaku meinte, dass «es in den zweiten 45 Minuten doch Phasen gab, wo wir nicht mehr in die Gänge gekommen sind», so der Zuzug aus Wangen bei Olten. Doch selbst in diesen Periode, wo die «Schwarz-Sterne» nicht im Stile des FC Barcelona kombinierten, konnte sich Buochs keine einzige Tormöglichkeit herausspielen.

«Es war unser dritter Zu-Null-Heimsieg in Serie. Wir stehen defensiv gut, die Angriffsauslösung war gut, die Ballkombinationen teils auf hohem Niveau», konstatierte Trainer Fimian. Zu erwähnen ist, dass Buochs mit ihrer hohen Verteidigung – und dem vergeblichen Versuch, die substanziell besseren Basler bereits im Anspielkreis offside stellen zu wollen… - es dem FCBS leicht machte, mit gutgespielten Bällen in die Tiefe zu Torchancen zu kommen. Will man im Auftritt der Basler ein Makel finden – mit ein wenig mehr Entschlossenheit und Effizienz hätte das Skore in der Tat skandalöse Ausmasse annehmen können.

Auf dem richtigen Weg

Der FC Black Stars ist auf Rang 4 vorgerückt. Würde man nur die Resultate der Rückrunde zählen, wäre der ambitionierte Quartierverein bereits auf jenem Platz, der zu den Barragespielen in eine höhere Liga führt… Und obwohl es niemand «offen» ausspricht – diese Mannschaft, die trotz monatelangen Absenzen von vermeintlichen Leistungsträgern, seit Monaten auf konstant hohem Niveau spielt und sich als Kollektiv längst gefunden hat, muss sich vor keinem Rivalen fürchten. Trainer Fimian würde dies nie öffentlich sagen – «off the record» hingegen lässt der frühere Nationalliga-Stürmer durchblicken, dass er sich mit seinem Personal «auf dem richtigen Weg wähnt. Wir arbeiten auch erst seit zehn Wochen zusammen».

Die zwei nächsten Partien trägt Black Stars beim YB-Nachwuchs und der SR Delémont aus. Sie werden aufzeigen, ob es dem einstigen Gruppenfavoriten (wie im Sommer 2015 prophezeit worden war) gelingen wird, das Spitzentrio noch «durcheinanderzuwirbeln». Am regnerischen Samstagnachmittag war der SC Buochs jedenfalls kein Gradmesser. Dieser meinte auf seiner Homepage demzufolgle auch kurz nach Matchende: An diesem nasskalten Tag hatte der SC Buochs auf dem Kunstrasen des FC Black Stars keine Chance und ging gleich mit 0:4 unter. Ein Ausflug ans Rheinknie an einem nasskalten Samstagnachmittag – zum Vergessen!

Eine treffende Beschreibung einer Partie, die über 90 Minuten nur einen Dominator hatte.