Volleyball Frauen

Die Eier aus dem Osternest gestohlen – Sm'Aesch Pfeffingen unterliegt dem NUC erneut

In der dritten Partie der Best-of-5-Finalserie verliert Sm’Aesch Pfeffingen sein Heimspiel gegen NUC nach einer schwachen Teamleistung mit 0:3 und steht im vierten Spiel in Neuenburg unter Siegzwang. Verlieren die Baselbieterinnen dieses Spiel, ist die Saison zu Ende.

Trotz der vom Volleyball-Verband nicht wirklich zuschauerfreundlich gewählten Anspielzeit (14 Uhr), fanden über 1400 Volleyballfans an diesem Ostermontag den Weg in die Aescher Löhrenackerhalle, um bei diesem dritten Playoff-Finalspiel mit dabei zu sein. Und alle diese erwartungsfrohen Volleyball-Freunde staunten nicht schlecht über den pitoyablen Start des Heimteams.

Nichts, aber auch gar nichts gelang den Spielerinnen von Sm’Aesch Pfeffingen. Im Angriff konnten weder Topskorerin Dora Grozer noch die Brasilianerin Jessica Ventura Zählbares verbuchen. Da auch die Blockarbeit von Gabi Schottroff und Capitaine Madlaina Matter mangelhaft war und zudem Libera Kirsten Tupac überhaupt nicht in diese eminent wichtige Partie fand, schien der Startsatz beim Stand von 18:11 zugunsten von Neuchâtel UC vorentschieden.

Doch wie von Geisterhand fanden die Baselbieterinnen doch noch den Zugriff in dieses Spiel und führten nach einer Acht-Punkte-Service-Serie von Grozer plötzlich mit 20:18. Wenig später hatte das Heimteam bei 24:23 sogar den ersten Satzball. Doch im entscheidenden Moment verbuchten bei den Gästen wieder Kyra Holt und Topskorerin Tia Scambray die für den Satzgewinn notwendigen Zähler. «Normalerweise machen wir, wenns eng wird, die Punkte. Heute leider nicht», analysierte Matter nach dem Spiel treffend.

Ein verspätetes Ostergeschenk

Auch im zweiten Satz erlebten die Zuschauer einen nahezu identischen Spielverlauf. Zwar lag die Mannschaft von Head-Coach Andreas Vollmer nie mit mehr als vier Punkten im Hintertreffen (9:13), doch irgendwie war die Fehlerquote immer noch viel zu hoch. Und wie schon im ersten Satz legten die Gastgeberinnen einen veritablen Endspurt hin und hatten beim Spielstand von 24:23 erneut einen Satzball.

Doch just in dieser Phase war es die einen wahrlich miserablen Tag einziehende Libera Tupac, welche mit ihren schlimmen Fehlern den Gästen die 2:0-Satzführung praktisch als verspätetes Ostergeschenk überreichte. Erst nach dem Spiel verriet Vollmer, dass Tupac zuletzt wegen Schmerzen im Ellenbogen gar nicht trainieren konnte. Weil die Amerikanerin aber vor dem Spiel grünes Licht gab, verzichtete Vollmer auf die Nominierung einer Ersatz-Libera. Im Nachhinein ein Fehler.

Verlieren verboten

Als Sm’Aesch dann im dritten Satz endlich den Faden gefunden hatte, griffen die beiden Schiedsrichter mit einigen zweifelhaften Entscheiden zuungunsten der Baselbieterinnen ins Geschehen ein und beim Spielstand von 18:23 schien dieses Finalspiel definitiv entschieden. Doch wie schon in den beiden vorangegangenen Sätzen drehte Sm’Aesch nochmals auf und kam bis auf 21:23 heran.

Doch ein Fehler der ansonsten besten Sm’Aesch-Spielerin Livia Zaugg besiegelte die bittere und vielleicht vorentscheidende Heimniederlage. Die Ernüchterung stand den Spielerinnen und dem ganzen Staff nach dem Spiel ins Gesicht geschrieben, denn jetzt brauchen die Baselbieterinnen zwei Siege aus ebenso vielen Spielen, um den Traum vom Meistertitel noch verwirklichen zu können.

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