Fussball
Die einen bereiten sich in Spanien vor – die anderen bleiben zu Hause

Wie bereiten sich die regionalen Fussballteams eigentlich vor? Und wo tun sie dies? Ein Rundgang mit elf Teams.

Fabian Tschamper
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Der Erstligist SV Muttenz vollführte während der Winterpause einen grossen Spagat zum Vorjahr. Letztes Jahr sonnten sich die Muttenzer noch in der karibischen Sonne. Und heuer? Dieses Jahr sonnten sie sich auch, «nur» im Wallis. An einem 4-Tage-Wochenende von Donnerstag bis Sonntag tobten sich die Spieler in den Bergen aus. Trainieren kann man auch auf dem heimischen Platz, darum dienen solche Lager primär der Bildung des Teamgeistes. Die Mannschaft isst und unternimmt viel zusammen. «Man kommt sich näher, und lernt die Mitspieler besser kennen», weiss Assistenztrainer Andreas Aerni. «Das ist speziell für die Neuzugänge sehr wichtig.» Die sportliche Zielsetzung des SV Muttenz ist klar: Der Ligaerhalt muss her. Ferner will man die Jungen besser integrieren und hierarchisch einordnen. «Die jüngeren Spieler sollen mit den Älteren eine Einheit bilden, nur so erreichen wir unser Ziel», erklärt Aerni. Wenn die Mannschaft von Anfang an 100 Prozent abrufen könne, dann werde es ein guter Start in die Rückrunde, fügt er an.

Trainer Carlos Berneggers Basler U21 ging heuer nach Spanien, in die nähere Umgebung von Valencia. Dort habe man während zehn Tagen ein Trainingslager mit Fokus auf die technischen und taktischen Kniffe absolviert. «Wir hatten dort wunderbare Bedingungen und die Chance, neue Spieler zu integrieren und vor allem Automatismen zu entwickeln», so Bernegger. Die Vorrunde sei optimal gelaufen und folglich wolle man auch in der oberen Tabellenhälfte bleiben. Ziel dieser Trainingslager sei für ihn, Fuss zu fassen, und innerhalb der Mannschaft eine Balance zu finden. Zwei weitere Baselbieter Vereine haben ihre Trainingslager in Valencia verbracht: der SC Dornach und Concordia Basel. Dornach konnte so verschiedene Neuzugänge an die Mannschaft gewöhnen – unter anderen Steven Petrovic, der zukünftig in der Verteidigung sein Können unter Beweis stellen wird. In Sachen Ziele muss Trainer Marcel Hottiger realistisch bleiben: «Wir sind momentan abgeschlagen Letzter in der 1. Liga Classic. Der Ligaerhalt wird extrem schwierig.» Ganz im Gegensatz zu den Akteuren bei Congeli. Nach Testspielen in Valencia sehen sie sich mit unverändertem Kader gerüstet, um die Saison als Aufsteiger abzuschliessen. Trainer Peter Schödler: «Ich bin sehr zufrieden mit dem Kader und unser Ziel ist von der Leistung her auch realistisch.»

Der FC Laufen, der ein 3-Tage-Weekend am Gardasee verbracht hat, peilt den Ligaerhalt an. Vorab dank einer prominenten Verstärkung: John Glele. Der ehemalige Afrika-Cup-Teilnehmer mit Benin soll der Verteidigung die nötige Standkraft verleihen. Die Black Stars, der FC Allschwil, der FC Therwil und der FC Liestal haben die Winterpause zu Hause verbraucht und fühlen sich auch so bereit, für die anstehende Rückrunde. Therwils Trainer Gilberto Gaspar versichert, dass es nicht unbedingt nötig ist, in ein Trainingslager zu fahren: «Wir haben zu Hause mehrere Testspiele absolviert und das Kader hat sich nicht verändert – das ist auch eine ausgewogene Vorbereitung.» Des Weiteren würden Junioren für Therwil auflaufen und dabei helfen, den Abstieg zu verhindern. Bei den Black Stars tönt es so: «Wir hatten jede Woche ein Testspiel und es ist alles in Ordnung», hält Trainer Sanir Tabakovic fest. Die Neuen seien alle gut integriert – das Ziel ist und bleibt der Aufstieg.