Unihockey

Die ersten Punkte unter dem neuen Namen für Unihockey-Frauen

Die Frauen von Basel Regio gewinnen ihr Nationalliga-B-Auftaktspiel gegen die Red Lions Frauenfeld mit 4:3.

Er hielt lange durch, der Speaker. Über die ganze Spieldauer achtete er darauf, dass nicht Leimental, sondern Basel Regio auf dem Feld stand. Dann bei der Ehrung der besten Spielerinnen passierte der Ausrutscher. «Bei Unihockey Leimental, mit der Nummer drei...», sagte er und merkte sogleich seinen Fehler. Die Zuschauer freute es – und beim ersten Meisterschaftsspiel nach der Gründung des neuen Dachvereins kann das schon mal passieren. Schliesslich steht auch auf der Homepage von Swiss Unihockey noch ein Fragezeichen anstelle des neuen Logos.

Aber was ist denn nun eigentlich anders bei der ersten Frauenmannschaft seit der Neu-Organisation? Eigentlich nichts. Das sagt auch Geschäftsführer Rainer Altermatt: «Die neu dazugestossenen Vereine (Pratteln-Muttenz und Basel, Anm. d. Red) haben keine Frauenteams, daher hat sich bei der ersten Frauenmannschaft vorerst nichts verändert.» Es wurde aber zum Beispiel bei Basel United ein B-Juniorinnen-Team gebildet, mit dem Ziel, dass früher oder später auch Spielerinnen aus Basel in die erste Mannschaft nachrücken. Der neue Dachverein bringt vorerst also vor allem im Nachwuchsbereich Veränderungen.

Premiere in Pratteln

Und bei den Spielstätten. Erstmals spielten sowohl Frauen als auch Männer nicht in Oberwil oder Ettingen, sondern im KUSPO Pratteln. «Pratteln hat eine sehr schöne Halle, die wollten wir zum Auftakt mit dem Derby der Männer gegen Waldenburg nutzen. Grundsätzlich bleibt aber Oberwil die Heimstätte», sagt Altermatt, der sich auch vorstellen kann, Spiele in der kleinen St. Jakobshalle auszutragen.

Weil der Dachverein ein langfristiges Projekt ist, befinden sich beide Fanionteams in einer Übergangsphase. Während es bei den Männern darum geht, neue Spieler in die Mannschaft zu integrieren und an die Liga heranzuführen, profitieren die Frauen von Rückkehrerinnen. Prominenteste Namen sind Sarah Schäfer, die 2005 im Weltmeisterteam stand, und Florence Koch, die von den Burgdorf Wizards aus der NLA zurück in die Region gekommen ist. Unter dem Strich denkt Altermatt, dass die diesjährige Mannschaft nicht schwächer als die letztjährige ist.

Zwei Tore von Altmeisterin Noemi Mosimann

Tatsächlich lieferten die Frauen gegen Frauenfeld, das im letzten Jahr bis in die Playoff-Halbfinals vorstiess, eine kämpferisch starke Leistung ab und sicherten sich so die ersten drei Punkte der Saison. «Wir haben Frauenfeld viele Geschenke gemacht, aber sie nutzten sie nicht», sagte Altmeisterin Noemi Mosimann, die sowohl das 1:1 als auch das 4:3-Siegestor schoss. «Defensiv standen wir gut, aber in der Offensive müssen wir uns noch steigern. All unsere Tore waren Einzelaktionen und nicht herausgespielt.»

Der Erfolg stimme aber optimistisch für die Saison und gebe Selbstvertrauen, sagte Mosimann, die als beste Spielerin ihres Teams ausgezeichnet wurde. Selbstvertrauen, welches heute im Berner Oberland im Cupspiel gegen Frutigen in einen klaren Sieg umgemünzt werden soll.

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