Nach dem wenig erfreulichen Auftritt vom vergangenen Sonntag und der damit verbundenen 1:3-Heimniederlage gegen TS Volley Düdingen verordnete Sm’Aesch Head-Coach Timo Lippuner seinen Spielerinnen nach (zu) viel Anspannung zwei Tage Ruhe. Und diese schöpferische Pause wirkte sich in der Partie gegen Kanti Schaffhausen positiv aus. Mit viel Elan und Energie startete das Heimteam ins Spiel und lag beim zweiten technischen Time-Out mit 16:8 in Führung. Der Rest dieses Startsatzes war dann reine Formsache.

Die Schaffhauserinnen fanden in dieser Phase vor allem kein Rezept gegen eine frech und furios aufspielende Maja Storck. Die erst 17-jährige Diagonalangreiferin und die Estin Anu Ennok gewannen mit ihren total 13 Punkten diesen Satz praktisch im Alleingang. Auch im zweiten Durchgang liessen die Gastgeberinnen nicht nach. Ihre brasilianische Passeuse Rosane Maggioni varierte jetzt das Angriffsspiel so, dass auch Capitaine Kerley Becker und die 191 cm grosse Lettin Jekatarina Stepanova das Publikum mit einigen schönen Winnern entzücken konnten.

Weil auch die Defensive und die kämpferische Einstellung bei den Baselbieterinnen ausgezeichnet war, ging auch dieser Satz mit 25:17 deutlich zu Gunsten von Sm’Aesch aus. Dass Kanti Schaffhausen nicht nur ein Sparringpartner ist, bewies das Team von Trainerin Melanie Pauli nach der Pause. Einen erneuten Rückstand (3:7) drehte in der Folge vor allem die Chinesin Yiting Cao mit ihren harten Angriffsschlägen in einen 8:7-Vorsprung. Doch genau im richtigen Moment konnten Becker am Service und vor allem die am Ende mit 18 Punkten beste Skorerin des Spiels, Maja Storck, reagieren und mit dem 25:21 die drei Punkte relativ locker sicherstellen.

«Ich bin überglücklich. Es war ein gutes Spiel von uns. Jetzt sind wir bereit für den Mittwoch, wo wir gegen Logrono unbedingt in die nächste Runde des Europa-Cups vorstossen wollen» sagte Stepanova nach dem erfolgreichen Spiel. Auch Trainer Lippuner war sehr angetan von der Leistung seiner Spielerinnen: «Wir haben vom ersten bis zum letzten Ballwechsel konzentriert gespielt und voll durchgezogen. Deshalb habe ich auch keinen einzigen Wechsel vorgenommen.» 

Jetzt können die Sm’Aesch-Spielerinnen am kommenden Mittwoch im Rückspiel gegen NaturHouse Ciudad de Logrono (20.00 Uhr, Löhrenacker, Gratiseintritt) beweisen, dass sie auch auf internationaler Bühne bestehen können.