Die Baslerinnen gingen gegen YB als Favorit ins Spiel und zeigten schon bald, dass man das in der Vorbereitung geholte Selbstvertrauen auch gleich in ein dominantes Spiel umsetzen wollte.
So einfach wurde dies jedoch nicht. Die Bernerinnen standen defensiv organisiert und liessen kaum Abschlussmöglichkeiten zu. Nachdem YB-Captain Francesca Calo nach zwölf Minuten schon Pflege für das verletzte Knie benötigte, musste sie in der 22. Minute bereits vom Feld. Dies schien die Gäste noch eine Spur vorsichtiger werden zu lassen. Allerdings kam das Heimteam so zu etwas mehr Raum, der dann prompt für zwei, drei gute Aktionen genutzt wurde.

Immer wieder versuchten die Baslerinnen die schnelle und auch technisch versierte Rachel Rinast ins Spiel zu bringen. Bei YB war aber bekannt, dass die Nationalspielerinnen als Verstärkung auch Impulse setzen würde und man hatte oft zwei Gegnerinnen abgestellt. In der 24. Minute verpasste Nicole Banecki die Führung nur knapp. Carola Fasel konnte gerade noch ihren Fuss hinstellen, um den Ball abzuwehren.

Basel mit vielen Fehlpässen

In der 30. Minute fiel der verdiente Führungstreffer doch. Kristina Sundov setzte sich auf der rechten Angriffsseite durch und die Hereingabe verwertete Sabrina Horvath. «Da glaubte ich, das wars, jetzt legen wir die Anfangsnervosität ab. Doch leider war es nicht so», sagte Raith. Zu viele Fehlpässe führten dazu, dass Basel zu selten wirklich Druck machen konnte und so die Bernerinnen zu Fehlern gezwungen wurden. YB kam in der 40. Minute überraschend zum Ausgleich. Fasel schlenzte einen Freistoss ins rechte obere Eck.

Nach der Pause kam bei Basel Eunice Beckmann und mit ihr Schwung. Immer wieder erkämpfte sie sich den Ball und ging auch öfters keck in den Abschluss. Basel versuchte vermehrt mit Doppelpässen und Angriffen über die Seite – meist über Rinast oder Horvat – zum so wichtigen zweiten Treffer zu kommen. Zusehends versuchten sie es dann aber auch mit Schüssen aus der zweiten Reihe, die aber allesamt zu ungenau gerieten. «Als wir merkten, dass uns die Zeit davonläuft, versuchten wir es leider zu sehr mit der Brechstange», kritisierte Raith. In der 89. Minute setzte sich Banecki energisch durch und schoss aufs YB-Tor. Den Abpraller brachte Beckmann nochmals gefährlich auf, aber nicht ins Tor. Das war aber trotzdem so etwas wie ein Zeichen, dass es noch geht. Praktisch im letzten Moment kam Basel dann doch noch zum Sieg. Beckmann verwertete eine Eckballhereingabe von Rinast am hinteren Pfosten zum vielbejubelten 2:1.

Am kommenden Samstag kommt es bereits zum ersten Duell mit dem FC Zürich.