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Die FCB-Junioren gewinnen das Topspiel, verpassen aber den Zuschauerrekord

Marco Aratore feiert seinen Treffer mit einem «Schnuller». Kurz vor dem Spiel wurde der 21-Jährige Vater.

Marco Aratore feiert seinen Treffer mit einem «Schnuller». Kurz vor dem Spiel wurde der 21-Jährige Vater.

Das eine Ziel schaffte die U21 des FCB: Die Mannschaft besiegte im Spitzenkampf der 1. Liga Promotion Schaffhausen mit 3:2. Das zweite Ziel aber wurde deutlich verpasst: Das dichte Schneetreiben verhinderte den angestrebten Zuschauerrekord.

Für Marco Aratore, Mittelfeldspieler der U21 des FC Basel, war der letzte Samstag bereits bevor das Topspiel gegen den FC Schaffhausen begann, ein aufregender Tag: Der 21-Jährige wurde nämlich am frühen Morgen Vater eines Jungen. Beflügelt von diesem freudigen Ereignis, zeigte Aratore dann einige Stunden später auf dem Platz eine bärenstarke Leistung.

Der Schnuller nach dem Tor

Zunächst war der letztjährige Challenge-League-Spieler Wegbereiter des ersten rot-blauen Treffers durch Kwang Ryong Pak. Beim 2:0 war es dann der Offensivakteur selbst, der sich nach einem herrlichen Pass von Pascal Schürpf mit einem gekonnten Direktschuss in die Torschützenliste eintragen liess. Der obligate Jubel des Neo-Vaters: die klassische Schnuller-Geste. Erst in der Nachspielzeit erfolgte dann noch eine Szene, die Aratores Top-Darbietung ein wenig schmälerte: Gelb-Rot wegen Weiterspielens nach dem Abseitspfiff. Eine wohl übertriebene Sanktion des Unparteiischen, denn Pfiff und Ballberührung trennten – gefühlt – nicht mehr als eine Millisekunde.

Während der FCB-Nachwuchs in der ersten Halbzeit eine animierte und auch offensiv sehr starke Leistung ablieferte, musste man sich die Frage stellen, was mit den Munotstädtern los war. 39 Tore erzielte der FCS in den ersten zwölf Partien der Meisterschaft, im Schnitt also mehr als drei pro Spiel. Von dieser Offensiv-Power war aber in Durchgang eins rein gar nichts zu sehen. Wäre beim FCS Gianluca Frontino, mit 16 Meisterschaftstreffern Liga-Toptorjäger, nicht verletzungsbedingt ausgefallen, so wäre dies womöglich anders gewesen.

Beide Topspiele gewonnen

Doch die Gelb-Schwarzen haben ja noch andere Akteure, die wissen, wo das Tor steht. Patrick Rossini ist einer dieser Kicker. Der 24-jährige Angreifer war es dann auch, der nach der Pause mit einem Doppelpack den FCB noch einmal arg in Bedrängnis brachte. Da zwischen Rossinis Toren noch Schürpf per Spitzkick für das rot-blaue Farmteam traf, hatten die Basler aber in der Endabrechnung einen Treffer mehr auf der Habenseite. «Ich bin wirklich sehr zufrieden, dass wir die beiden Spiele gegen die Topteams YF Juventus und Schaffhausen zu unseren Gunsten entscheiden konnten», konstatierte U21-Trainer Carlos Bern-
egger nach dem Schlusspfiff.

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