FC Basel U21

Es war ein guter Auftakt des FC Basel U21. Bei heftigem Regen kam das Heimteam gegen die Altersgenossen des FC Zürich zu zwei gefährlichen Offensivaktionen, doch bereits von Beginn weg waren auf der Tribüne des Leichtathletikstadions St. Jakob Worte wie «irregulär» oder «Wasserball» zu hören.

Schiedsrichter Michel Huber liess die Partie immerhin 14 Minuten laufen, dann bestellte er die beiden Trainer Arjan Peço und Marinko Jurendic zu sich und schickte die Teams vorläufig in die Kabinen. 15 Minuten gab der Unparteiische der Situation, sich zu bessern.

Tatsächlich wurde der Regen an diesem Mittwochnachmittag schwächer und hörte schliesslich auch ganz auf. Während Peço und Jurendic freundschaftlich plauderten, unterzog Huber zusammen mit Rolf Roth, Leiter der Sportanlagen St. Jakob beim Sportamt Basel-Stadt, den Rasen einem neuerlichen Test.

Auf der Tribünenseite rollte der Ball praktisch einwandfrei, auf der Seite der Trainerbänke war aber leider das Gegenteil der Fall: Das Spielgerät blieb bei jedem Passversuch auf der grünen Unterlage stecken, sodass der Schiedsrichter nur noch den Spielabbruch beschliessen konnte.

FC Black Stars

Das zweite Basler Promotion-League-Team, der FC Black Stars, konnte seine Partie in Cham dagegen wie geplant absolvieren. Nach dem 0:0 zum Auftakt gegen den FCB-Nachwuchs hatte Trainer Samir Tabakovic vom «ersten richtigen Gradmesser» gesprochen. Der Aufsteiger bestand diese Prüfung beim Vorjahresvierten mit Bravour und setzte sich gleich mit 3:0 durch.

Der erste Promotion-League-Sieg in der Geschichte des Quartiervereins war verdient, fiel aber zu hoch aus. Denn lange Zeit begegneten sich die beiden Mannschaften auf Augenhöhe, vor dem Seitenwechsel hatten die Zuger gar die klareren Chancen und die Gäste mussten zweimal das Glück in Anspruch nehmen.

Bei Fabio Niederhausers Kopfball rettete die Latte für den geschlagenen Goalie Steven Oberle (17.) und bei Kemil Festics Abschluss war es Verteidiger Antonio Fischer, der den Ball noch auf der Torlinie klären konnte (44.). Die grösste Black-Möglichkeit vor der Pause hatte Ermin Alic gehabt, seinen perfiden Schlenzer aus 25 Metern konnte Torwart Marco Peterhans aber in extremis noch über den Querbalken lenken (25.).

Gegnerische Fehler eiskalt ausgenutzt

Auch im zweiten Durchgang war das Heimteam dem Torerfolg zunächst näher, doch Oberle war beim Abschluss Marco Rüedis zur Stelle (50.). Der Gästekeeper war es schliesslich, der nach 58 Minuten die Führung für seine Farben einleitete: Nach einem gefangenen Flankenball lancierte er mit einem präzisen 60-Meter-Abkick Deny Gomes.

Der schnelle Stürmer profitierte von den zögerlich reagierenden Chamer Innenverteidigern und hob den Ball von der Strafraumgrenze herrlich über den herausstürmenden Peterhans in die Maschen. Nachdem Alic kurz darauf das Skore vom Penaltypunkt verdoppelt hatte (63.), war es schliesslich erneut Gomes, der den Endstand bewerkstelligte. Wiederum nutzte der Basler einen gegnerischen Fehler eiskalt aus und bezwang Peterhans souverän, nachdem sich SCC-Abwehrmann Cleric Njau bei einem weiten Ball Fischers bös verschätzt hatte (68.).

Damit war die Partie entschieden, doch beide Equipen hatten noch die eine oder andere Möglichkeit, das Resultat zu ihren Gunsten zu verbessern. Gomes verpasste kurz vor seiner Auswechslung den Hattrick (73.) und Oberle sorgte mit einer guten Abwehr beim Kopfball von Célien Wicht dafür, dass auch im zweiten Spiel nach dem Aufstieg hinten die Null stand (78.).