Biathlon

Die Formkurve von Mario Dolder zeigt nach oben

Mario Dolder ist derzeit in seiner Heimat mit Rollskis unterwegs.

Mario Dolder ist derzeit in seiner Heimat mit Rollskis unterwegs.

Mario Dolder befindet sich mitten in der Vorbereitung auf die nächste Biathlon-Saison. Nach dem enttäuschenden letzten Winter – der 36. Rang in Oberhof war sein mit Abstand bestes Weltcupresultat – ist der Baselbieter auf Wiedergutmachung aus.

Mario Dolder hat sein Trainingsprogramm angepasst und bleibt in diesem Sommer in der Schweiz. Der Zeglinger Biathlet flog letztes Jahr für mehrere Wochen nach Neuseeland, um auch im Sommer auf Naturschnee trainieren zu können. «Ich kehrte zwar topfit in die Schweiz zurück. Anstatt mir jedoch vor dem Saisonstart eine Pause zu gönnen, die ich benötigt hätte, zog ich mein hartes Programm weiter und startete erschöpft in den Winter. Ich war zu früh in Form», ist sich Dolder rückblickend bewusst. Ein Fehler, den der 24-Jährige nicht noch einmal machen will. «Ich werde im Spätherbst vor dem ersten Wettkampf noch eine Woche regenerieren und mir ein paar freie Tage nehmen», lautet sein Plan.

An freie Tage denkt Mario Dolder derzeit allerdings noch nicht, zu streng ist sein Trainingsplan. «Ich absolviere um die 20 Stunden körperliches Training pro Woche. Dazu kommen Mental- und Schiesstraining». Zusammen mit seinen Kollegen des Schweizer Biathlon-Kaders und dem Trainer Jörn Wollschläger trainierte Dolder vor kurzem auch eine Woche lang im heimischen Zeglingen. «Mit dieser Idee bin ich gekommen. Ich benutze die vielen Hügel der Region oft als Trainingsstrecke, da es viele Aufstiege und kaum Verkehr gibt. Neben dem Rollskifahren rennen wir auch viel oder trampen in die Velopedalen».

Selbstvertrauen wieder gefunden

Von Mai bis November dauert Dolders lange Saison-Vorbereitung. Danach will er in den Wettkämpfen die verkorkste letzte Saison vergessen machen und sich im Schweizer Weltcup-Team etablieren. «Wir sind neun Biathleten, aber es gibt nur vier Plätze im Team. Ich muss kämpfen, um mein Ziel erreichen zu können.» Trotzdem sieht Dolder die Situation nicht als Konkurrenzkampf. «Wir verstehen uns alle sehr gut und haben einen grossen Teamgeist», sagt er. Irgendwo im Hinterkopf des Zeglingers schwirren auch schon die Olympischen Spiele 2018 in Südkorea herum. Zumindest erwähnte Dolder dieses Ziel nach dem Nichterreichen der Qualifikation für Sotschi Anfang Jahr. «Dies war mehr ein Mutmacher für mich selbst als bereits ein wirkliches Ziel. Pyeongchang 2018 ist noch weit entfernt und es wird bis dahin noch viel geschehen», sagt der 24-Jährige. Priorität hat jetzt zuerst einmal die Rückkehr zur alten Stärke.

Bis 2018 will Mario Dolder auch sein Bauingenieur Studium, das er zusätzlich zu seinem Engagement als Spitzensportler an der ETH Zürich absolviert, abschliessen. «Ich habe nun das erste Studiumjahr hinter mir. Im August werde ich das zweite Semester abschliessen. Ich freue mich auf die Prüfungen und will danach auch sportlich wieder voll auf Angriff setzten», zeigt sich Dolder zielsicher.

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