Hinter ihm sollte der neu verpflichtete Jonas Omlin als Nummer 2 fungieren und noch etwas reifen. So, wie das mit Yann Sommer und Franco Costanzo einst perfekt funktioniert hatte.

Aber dann kam Sevilla, wollte Vaclik und kaufte diesen. «Wir haben wirklich nicht die Erwartung gehabt, dass doch noch ein Klub aus einer der Top-5-Ligen anklopft und Tomi will. Als Sevilla dies dann getan hat, war aber klar, dass wir ihn verloren haben», erklärt Marco Streller. Weil man mit Omlin aber schon hatte vorgreifen können, war die Vakanz auf der Goalie-Position nicht so gross, wie sie dies nach Michael Langs Abgang auf jener des Rechtsverteidigers war.

«Als wir Jonas verpflichtet haben, wussten wir schon, dass wir in ihm eine Nummer 1 haben, sollte Tomi doch noch gehen. Und als Tomi dann tatsächlich weg war, haben wir uns auf die Suche nach einem Goalie Nummer 2 gemacht», führt Sportchef Streller aus. Somit herrscht eine deutlichere Hierarchie, als zuletzt angenommen wurde. Gegen aussen wurde bislang nie definitiv kommuniziert, ob man Omlin jemanden vor die Nase setzen oder diesen forcieren und ihm das komplette Vertrauen per sofort schenken würde.

Hansens Titelhunger

Die Tendenz ging aber klar dahin, dass Omlin die Eins sein würde. Diese Rolle hatte man ihm auf nächsten Sommer sowieso in Aussicht gestellt, und nach dem Abgang Vacliks gab auch Omlin klar zu verstehen, dass er sich als solche sieht. Angesichts dessen, dass der 24-Jährige in diesem Sommer neben dem Angebot des FC Basel noch solche von Bundesligisten auf dem Tisch hatte, wie die bz weiss, verwundert diese Erwartungshaltung Omlins auch nicht. «Jonas hat unseren ganzen Rückhalt und unser vollstes Vertrauen. Er hat eine grossartige letzte Saison gespielt», lobt Streller seinen neuen Stammkeeper.

Im 28-jährigen Hansen hat der FCB einen guten Back-up für Omlin gefunden, der einen Grossteil seiner Ausbildung beim FC Liverpool absolviert und mit Ingolstadt 23 Mal in der 1. Bundesliga gespielt hat. «Er bringt viel Erfahrung mit und hat bisher eigentlich immer als Nummer 1 gespielt», so Streller über die jüngste Neuverpflichtung. Hansen sei aber klar kommuniziert worden, wie seine Rolle in Basel aussehe.

Die Ausgangslage

«Martin steht voll hinter Jonas. Er hat gesagt, er wolle gerne bei diesem Projekt mitmachen. Und wenn mit Jonas etwas wäre, wäre er da. Das ist die Ausgangslage.» Entscheidend sei für Hansen bei seinem Wechsel auch gewesen, dass er beim FCB die Aussicht auf Titel habe. Bislang konnte der Däne nur den FA-Youth-Cup mit Liverpool gewinnen.

Komplettiert wird das Torhüter-Trio beim FC Basel von Signori Antonio. Der 23-jährige angolanische Nationalkeeper gehört seit Januar 2018 fix zum Kader des FCB und besitzt einen Vertrag bis Ende Saison.