Fussball

Die Frauen des FC Basel stehen nach dem 4:0-Sieg im Cup-Viertelfinal

Glücksgefühle: Fabienne Bangerter (l.) und Samira Susuri feiern das 2:0. HPS

Glücksgefühle: Fabienne Bangerter (l.) und Samira Susuri feiern das 2:0. HPS

Die Baslerinnen gewinnen den Viertelfinal im Schweizer-Cup gegen Staad souverän 4:0. Frau des Spiel war Fabienne Bangerter

Noch bevor die Pfyffer und Tambouren ihre Runde um den Nachwuchs-Campus in Münchenstein vollendet konnten, war auf dem Kunstrasen alles klar: Mit ihren Toren in der 6. und der 10. Minute hatte Fabienne Bangerter im Cup-Viertelfinal dafür gesorgt, dass die Frauen des FC Basel nicht ins Bangen kamen. Während die fasnächtlichen Klänge langsam in der Ferne entschwanden, sorgten die Baslerinnen weiter für die Musik. Mit dem 3:0 von Samira Susuri – auf Pass der auf dem rechten Flügel überragenden Bangerter – war der Match bereits definitiv entschieden. Die Matchwinnerin hätte vor der Pause sogar noch auf 4:0 erhöhen können, doch dieses Mal zeigte Staads Torfrau Daniela Hutter eine Glanzparade.

Das grosse Gefälle

Der Cup-Mach belegte wieder einmal, wie gross das Gefälle im Schweizer Frauenfussball ist. Als Sechster der Nationalliga hatte Staad schlicht keine Chance. Die Baslerinnen waren körperlich, technisch und auch dank ihrer einzeltaktischen Disziplin ihren Gegnerinnen derart überlegen, dass Torfrau Sina Autino nur eine einzige Parade zeigen musste. Es war Einbahnfussball, der manchmal an ein Powerplay im Eishockey erinnerte. Staad kam kaum je über die Mittellinie. Die Überlegenheit ging selbst nach dem 4:0 durch Boschert weiter, obwohl die Baslerinnen in der zweiten Hälfte einen Gang zurückschalteten. «Wie im Training, wie im Training», frohlockte Beat Naldi auf der Bank, als Susuri nach einer herrlichen Kombination in der 90. Minute mit einem Schuss an den Pfosten den Schlusspunkt setzte. «Wir haben den Baslerinnen zu viel Raum gelassen», analysierte Staads Trainerin Sissy Raith nach dem Schlusspfiff treffend, «deshalb haben wir heute wirklich schlecht ausgesehen.»

Wunschgegner: FC Zürich

Nachdem den Baslerinnen der Start ins Fussballjahr mit der 0:2-Niederlage gegen Kriens gründlich misslungen war, wirkte dieser 4:0-Sieg im Cup-Viertelfinal wie heilendes Balsam auf der leidenden Seele. Und es sah so leicht aus. «War es aber nicht wirklich», relativierte Fabienne Bangerter, «wir mussten alles geben. Deshalb sind uns die Spielzüge so gut gelungen.» Jetzt, da der angestrebte Meistertitel in weite Ferne gerückt ist, können sich die Baslerinnen ganz auf den Schweizer Cup konzentrieren. Wer ist der Wunschgegner im Halbfinal? «Der FC Zürich», meinte Basels Nummer 15 nach kurzem Überlegen, «gegen den haben wir immer gut gespielt.» Aber auch die Meisterschaft will Fabienne Bangerter noch lange nicht abschreiben: «Wir geben die Hoffnung nie auf und kämpfen weiter. Da liegt noch einiges drin.»

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