Was wäre gewesen, wenn der RTV Basel nicht von dieser furchtbaren Serie erfasst worden wäre. Mit den acht Niederlagen in elf Spielen zwischen Oktober und Januar beraubte sich die Mannschaft aller Aufstiegsträume.

Was wäre gewesen, wenn der RTV nicht mehr aus dieser Negativspirale herausgefunden hätte? Die Basler hätten sich irgendwo im hinteren Tabellendrittel, im Niemandsland eingereiht, was einem renommierten Klub wie dem RTV schlecht angestanden wäre.

Erste Niederlage seit Ende Januar

Hätte und wäre zählt auch im Handball nicht. Massgebend sind die Fakten. Der Traditionsverein beendete eine turbulente Spielzeit auf dem 3. Rang hinter Suhr Aarau und Endingen. Den Schlusspunkt setzten die Mannen von Silvio Wernle gegen den Aufsteiger aus Aarau. In einer hektischen Partie lernten die Basler erstmals nach zehn Spielen und seit Ende Januar wieder das Gefühl der Niederlage kennen.

Von einer überragenden Spielzeit zu sprechen, wäre vermessen. «Es war aber eine erfreuliche Saison», sagt Alex Ebi. «Die Mischung innerhalb des Teams stimmt», führt der Klubpräsident aus. In der Obhut von erfahrenen Akteuren wie Torhüter Pascal Stauber oder Igor Stamenov haben die jungen Spieler erfreuliche Fortschritte gemacht. Ebi ist überzeugt, dass die Mannschaft gerade durch die Niederlagenserie gereift ist. «Es hat jeder gemerkt, dass auch in der Nationalliga B nur 70 Prozent an Einsatzbereitschaft nicht ausreichen.»

Standort kein Vorteil

Das Fundament, das hat die Rückrunde gezeigt, ist stabil. Immer vorausgesetzt, es fallen nicht zu viele Leistungsträger aus. Um jede Position doppelt zu besetzen, dafür fehlen wiederum die Mittel.

Das weiss auch Alex Ebi. Für einen Klub mit Standort Basel ist das bedauerlich. Der RTV müsste Aufsteiger Suhr Aarau von den Rahmenbedingungen her locker die Stirn bieten können. Zum Vergleich: In der Nationalliga B stritten sechs Aargauer Teams auf engstem Raum um Punkte und Sponsoren.

Der RTV kennt diese Konkurrenzsituation nicht. Die Stadt hat acht Mal mehr Einwohner als Aarau, aber vier Mal weniger Zuschauer. Das bescheidene Interesse lässt sich am Beispiel der letzten Partie veranschaulichen. Am Mittwochabend waren drei Viertel der 600 anwesenden Zuschauer Aargauer Anhänger.

Dass der RTV Basel mit den vorhandenen Möglichkeiten unbestritten gute Arbeit leistet, haben die letzten Wochen gezeigt - ohne Wenn und Aber.