Ein besonderes Highlight der Gymnaestrada sind die Grossgruppenvorführungen. Der Schweizerische Turnverband STV stellte die grösste aller Grossgruppen. 850 Teilnehmende verwandelten den Rasen des Stade Olympique de la Pontaise in einen wahren Ameisenhaufen. «Sport in der Schweiz» lautete das Motto. Sechs Blöcke bildeten die 35-minütige Show. Es ging um Turnen, Wintersport, Fussball, Leichtathletik, Brauchtum und Ballspiele.

Gymnaestrada in Lausanne 1

Gymnaestrada

Mit von der Partie waren 48 Turnerinnen und Turner des Baselbieter Turnverbands (BLTV). Und weil die Stadt Basel keine eigene Gruppe auf die Beine brachte, gesellten sich mit Iris Vallat, Tresa Mück und Charlotte Trinh drei Baslerinnen zu den Baselbietern hinzu. «Wir verstehen uns ausgezeichnet», sagt Yvonne Thommen, Leiterin des BLTV, «das gemeinsame Erlebnis steht im Vordergrund.» Zwei Jahre hat sich die Gruppe auf den Anlass vorbereitet. Das Publikum in Lausanne dankte es mit einer La-Ola-Welle und einer Standing Ovation.

Thommen nimmt zum zweiten Mal am Weltturnfest teil. Sie ist berührt vom Engagement und vom Enthusiasmus der Leute. «Das zeigt mir, dass die tägliche Arbeit im Verband und im Verein Sinn macht», sagt sie. «Die Leute sind motiviert, alles ist gut organisiert», lobt Gymnaestrada-Debütantin Vallat, «es hat einfach Spass gemacht.» Werden Baselbieter und Basler auch in vier Jahren wieder mit von der Partie sein? «Helsinki ist im Moment ein grosses Thema», sagt Thommen, «die Gymnaestrada ist ein Virus, das einen nicht loslässt.»