Viele Köche verderben den Brei. Kein Wunder also, dass der FC Basel mit drei Trainern die schlechteste Hinrunde seit der Einführung der Super League gespielt hat. Zur Winterpause beträgt der Rückstand auf YB schon 19 Punkte. Zwei Spiele gab Raphael Wicky den Küchenchef, dann übernahm Alex Frei interimistisch, ehe Marcel Koller als neuer Chefkoch vorgestellt wurde. Doch auch er konnte bislang keine Gault-Millau-Punkte sammeln.

Zwar gewann der FCB unter Koller die ersten sechs Partien, doch mit dem blamablen Out in der Europa-League-Qualifikation gegen Limassol folgte Ende August bereits der erste Tiefschlag. Zum ersten Mal seit 2001 bekamen die FCB-Fans im Restaurant Joggeli im Herbst keine Europapokal-Fünfsterne-Menüs serviert. Doch nicht nur das: Der FCB musste sich beim 1:7 in Bern vom Meister demütigen lassen.

Aber Koch Koller schien seine Küche in der Folge in den Griff zu bekommen. Wieder blieb der FCB sieben Spiele ungeschlagen, ehe der nächste Rückschlag kommen sollte. Nach Niederlagen gegen Thun und YB beklagte sich die Mannschaft bei den Bossen über ihren Küchenchef. Es könnte ein Wendepunkt gewesen sein. Koller durfte bleiben und der FCB liess der Revolte zwei siegreiche Spiele folgen, die den Fans so richtig schmeckten. Solche Leckerbissen sollte der Chefkoch auch 2019 servieren.