FC Basel

Die GV findet schriftlich statt: Yystoo lehnt die neuen Statuten ab, Roland Heri verteidigt sie

Yystoo lehnt die vom FCB vorgeschlagene Statutenänderung ab.

Yystoo lehnt die vom FCB vorgeschlagene Statutenänderung ab.

Am Freitag ging ich abseits des Platzes turbulent zu und her. Erst verkündete die Bewegung Yystoo, dass sie die neuen Statuten ablehnt, dann äusserte sich Roland Heri, warum die Kritik ins Leere laufe und dann vermeldete der FCB, dass er die mit Spannung erwartete GV in diesem Jahr schriftlich durchführen wird.

Die Statuten des FC Basel sind veraltet. Darüber besteht kein Zweifel. Mit dem Projekt «Statuten 2020» sollten sie eigentlich modernisiert werden. Die FCB-Mitglieder haben vor zwei Wochen mit der Einladung zur GV auch den Vorschlag für diese neuen Statuten per Post zugeschickt bekommen. Der Vorschlag ist das Ergebnis eines «umfassenden Vernehmlassungsprozesses», wie FCB-CEO Roland Heri sagt. Unter seiner Führung wurden im Frühjahr Workshops durchgeführt, an denen auch interessierte Vereinsmitglieder ihre Ideen und Anregungen einbringen konnten.

Jetzt, wenige Wochen vor der mit Spannung erwarten GV, die in diesem Jahr schriftlich durchgeführt wird, hat die Bewegung Yystoo vermeldet, dass sie mit den neuen Statuten alles andere als zufrieden ist. Auf ihrer Website nennt Yystoo fünf Punkte, warum die vom FCB vorgeschlagene Statutenänderung abzulehnen sei.

Der Bezug zur Geschichte des Vereins fehle. Die neuen Statuten würden sich indirekt auf Verträge des Vereins mit der AG beziehen, beispielsweise bei der Frage der Verwendung des Logos. Der Verein müsste gemäss den neuen Statuten eine Geschäftsstelle unterhalten. Die Mitglieder würden beschnitten, der Vorstand gestärkt. Und Präsidium und Delegiertenfunktion seien zwar künftig entkoppelt, aber nicht zwingend unabhängig.

Das Zweidrittel-Mehr entscheidet am Ende über die Annahme

Roland Heri verteidigt auf Anfrage die Statuten. Seiner Meinung nach zielt die Kritik ins Leere. Er sagt: «Beim von der Klubleitung präsentierten Vorschlag handelt sich um einen zeitgemässen Statutenentwurf, welcher mit erfahrenen Vereinsrechtsexperten ausgearbeitet und vom Schweizerischen Fussballverband gutgeheissen wurde.»

Und weiter: «Mit den vorgeschlagenen Statuten werden die Rechte der Mitglieder deutlich gestärkt. So wurde beispielsweise explizit das Recht der Mitglieder in die Statuten aufgenommen, an der GV nicht nur Anträge zu den bestehenden Traktanden zu stellen, sondern die Traktandierung eigener Geschäfte zu verlangen. Auch wurde die Funktion des Vereinsdelegierten von jener des Präsidenten getrennt. Damit werden Interessenskonflikte verhindert und die Entscheidungsfreiheit der Mitglieder gestärkt.» Das letzte Wort haben die Mitglieder. Für die Annahme der neuen Statuten braucht es das 2/3-Mehr.

Die GV findet auf schriftlichem Weg statt

Die Auszählung wird in diesem besonderen Jahr etwas schwieriger. Aufgrund des pandemiebedingten Verbotes von Grossveranstaltungen hat der FCB am Freitag entschieden, die GV schriftlich durchzuführen. «Dieser Entscheid war unumgänglich», heisst es in der Mitteilung. Die Mitglieder können bis 30. Oktober allfällige Anträge einreichen und dann bis spätestens 13. November abstimmen. Am 16. November will der FCB das Resultat bekannt geben.

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