Unihockey

Die Herren von Basel Regio steigen in die NLB auf

Der Durchmarsch der Herren durch die Playoffs endet mit dem verdienten Aufstieg in die NLB. Basel Regio gewinnt auch das dritte Spiel gegen Zürisee Unihockey und beendet die Auf-/Abstiegsserie gleich mit 3:0. Vor über 400 Zuschauern in einer bis auf den letzten Platz «ausverkauften» Möslibachhalle in Ettingen besiegt das Team die Zürcher mit 5:3.

Acht Jahre lang war die Nordwestschweiz im Männerunihockey nicht mehr in der Nationalliga vertreten. Mit dem Aufstieg wurde nun eines der Ziele erreicht, welche die Vereinsvertreter der Squirrels Ettingen und des TV Oberwil vor zehn Jahren zur Gründung eines gemeinsamen Dachvereins veranlasst hatten, damals noch unter Unihockey Leimental. Diese Plattform sollte die Voraussetzung für erfolgreichen Unihockey-Leistungssport in der Region Basel und darüber hinaus schaffen. 2013 wurde diese Zusammenarbeit dann um den UHC Basel United und die Griffins Muttenz-Pratteln erweitert und der Verein in Unihockey Basel Regio umbenannt.

Wenn diese Saison mit Aufstieg der Herren ins B, Aufstieg der U21-Junioren in die Stärkeklasse B, Gruppensieg der U21-Juniorinnen (und Teilnahme am Aufstiegsturnier ins A) sowie Gruppensieg der U14 TV Oberwil (und Teilnahme an der Finalrunde), um nur die herausragenden Erfolge zu nennen, eines beweist, dann wie weise und vorausschauend die damals Verantwortlichen gedacht und gehandelt haben.

Ganz am Anfang stand eine bessere Tordifferenz

Die Herren qualifizierten sich diese Saison mit Rang 6 als letztes Team für die Erstliga-Playoffs. Bis zum letzten Tag, ja bis zur letzten Stunde der Regular Season mussten Team und Verein um die Teilnahme zittern. Nur eine bessere Tordifferenz machte letztlich den Unterschied zwischen Playoff und Playout der 1. Liga aus. Da mag es erstaunen, dass die weitere Saison so erfolgreich verlaufen sollte. Wer jedoch vier Playoff-Serien in Folge (dreimal «Best-of-three» und zum Schluss «Best-of-five») mit nur einer einzigen Niederlage und das nach Verlängerung für sich entscheiden kann, darf zu Recht von einer Demonstration reden.

Vor Weihnachten, mit Beginn der Rückrunde, hatten sich die Basler als Team bereits auf das Ziel Aufstieg festgelegt. Dem wurde einfach alles untergeordnet. Wenn es knapp wurde, jemand ausfiel oder Probleme auftauchten, stand das Team zusammen. Diese Haltung, diese Kampagne wurde mit dem Motto «All-In» versinnbildlicht und verinnerlicht, wie Headcoach Werner Haller ausführt. Diese Haltung sei letztlich auch der Grund für die unterschiedlichen Resultate in de rRegular Season und den Playoffs.

Doppelschlag war vorentscheidend

Das Spiel selbst ist schnell erzählt: Mit dem Selbstvertrauen aus zwei Siegen in Folge und dem grossen Ziel vor Augen startete das Heimteam entschlossen ins Spiel und führte rasch mit 2:0. Die Zürcher mit dem Rücken zur Wand erwiesen sich aber erwartungsgemäss als harter Gegner. Zweimal gelang ihnen der Anschlusstreffer. Sechs Minuten vor Schluss erwies sich dann ein Basler Doppelschlag innert neun Sekunden zum 5:2 als vorentscheidend. Zu diesem Zeitpunkt bebte die Halle bereits in Vorfreude auf den bevorstehenden Aufstieg, dass der letzte Treffer der Zürcher wenige Minuten vor Schluss unterging.

Mit dem Aufstieg der Herren und U21-Junioren ins B sowie dem weiteren Engagement bei den Damen NLB und U21-Juniorinnen wird es in der kommenden Saison sicher zu Änderungen und Neuerungen kommen. Die klare Strategie des Vereins aber, der auf den Nachwuchs ausgerichtet ist und die regionale Zusammenarbeit fördern will, werde ohne Abstriche weitergeführt werden, wie Präsident Daniel Wümlin unterstreicht.

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