Das Startdrittel war ziemlich ausgeglichen, obwohl einige Basler den Tritt ins Spiel nicht gleich von Anfang an fanden. Das zeigte sich vor allem bei Auslöseversuchen, die immer wieder unnötig zu Ballverlusten führten. Trotzdem konnte eine der wenigen Chancen in den ersten 5 Startminuten genutzt werden. Das Tor wurde durch Patrick Schaffter auf Vorarbeit von Tiziano Conti erzielt.

Schon von Beginn weg war unverkennbar, dass die gut gefüllte Halle eine spannende Partie erwarten durfte. Es wurde gekämpft teils mit fairen und teils mit unfairen Aktionen auf beiden Seiten. Klar schien auch, dass der Aufsteiger und derzeitige Leader definitiv schlagbar war, wie eigentlich jedes Team in dieser 1. Liga-Gruppe. Das 1:0 hatte Bestand bis zum Drittelsende.

Das zweite Drittel erwies sich als hektischer. Deitingen konnte nach 6 Minuten den Ausgleich realisieren. Basel schwächte sich in den folgenden Minuten mit zwei Strafen selbst, die mit viel Glück ohne Torerfolg blieben, da die Solothurner einige Male «nur» das Gehäuse trafen oder den Abschluss verfehlten. Das Spiel war von Kampf geprägt, was auf beiden Seiten in Bandennähe ausgelebt wurde.

Das nächste Ausrufezeichen konnten Basel Regio setzen. Patrick Mendelin liess sich nicht zwei Mal bitten und versenkte einen Konter mustergültig. Dies war sicherlich ein positiver Aspekt im Spiel der Basler, dass der Kampf bewusst angenommen wurde und zur kurzen Befreiung das zweite Tor erzielt werden konnte. Die Gäste konnten erneut nur mit einem 1-Tore-Vorsprung in die Pause gehen.

Ein Krimi für die Nerven

Wer als Zuschauer nun ein ruhigeres Spiel erwartete, wurde enttäuscht. Die letzten 20 Minuten waren nichts für schwache Nerven. Zuerst wurden wieder Strafen durch das Schiedsrichter-Duo verteilt. Jedoch konnten beide Teams ihre Überzahl jeweils nicht nutzen. Schlussendlich war es nochmals Patrick Schaffter, der sein zweites Tor erzielte. Am Ende des Spiels wurde er auch zum Best Player auf Seite Basels gewählt, dies nur als Randbemerkung.

Das 3:1 war acht Minuten vor Schluss gefallen, und als Reaktion darauf wurde seitens Deitingen das Time-Out genommen, das seine Wirkung nicht verfehlen sollte. Zunächst musste der Deitinger Trainer jedoch hinnehmen, dass einer seiner Spieler auf die Strafbank geschickt wurde. Damit eröffnete sich für Basel die Chance, den Vorsprung auf drei Toren auszubauen, und das Spiel so in sichere Bahnen zu lenken. Falsch gedacht! Basel kassierte stattdessen den ärgerlichen Anschlusstreffer in Überzahl aus einer Freistoss-Situation. Der Krimi war für das lautstarke Heimpublikum endgültig lanciert.

Die Solothurner drückten nun vehement auf den Ausgleich. Basel Regio seinerseits brachte keine Ruhe ins eigene Spiel. Obwohl das Basler Coaching-Trio auf zwei Linien umgestellt hatte, fiel der Ausgleichstreffer dennoch 96 Sekunden vor Schluss. Die Basler wirkten nun geknickt. In der Folge wurde das Team gleich doppelt bestraft, als das Heimteam in der verbleibenden kurzen Spielzeit noch zwei Treffer hinnehmen musste. Die Gastgeber hatten das Spiel in weniger als 2 Minuten gewendet! Aus einem 2:3-Rückstand wurde ein 5:3-Sieg.

Altbekannte Probleme bekämpfen

Basel Regio verspielt die drei Punkte selbst. Die drei Sorgenkinder im Basler Spiel schenkten dem TSV Deitingen den Sieg: Zum einen die Qualität des Überzahlspiels, das an diesem Abend den Unterschied hätte ausmachen können, zum anderen das defensive Verhalten, das nie konsequent über 60 Minuten aufrecht erhalten wurde. Und zu guter Letzt war sicherlich die fehlende mentale Stärke, eine Partie souverän zu Ende zu spielen, ausschlaggebend.

Doch könnte, hätte, wäre zählt nicht mehr. Das gesamte Team muss sich den immer wieder auftretenden Problemen stellen und diese beseitigen und dies möglichst schnell, denn der nächste Gegner sind die Lions aus Konolfingen. Ein sehr physisches Team, welches den Baslern eine schmerzhafte Schlappe in der Hinrunde zufügte. Das Team würde gut daran tun, sich die nächsten drei Punkte aufs eigene Konto schreiben zu lassen statt Geschenke zu verteilen.