Unihockey
Die Herren von Unihockey Basel Regio gewinnen den Playoff-Final

Eine weitere Hürde auf dem Weg zum Aufstieg in die NLB ist geschafft: Das Herren 1. Liga-Team von Unihockey Basel Regio qualifiziert sich mit einem Sieg gegen Unihockey Fribourg für die Aufstiegsplayoffs gegen Zürisee Unihockey ZKH! Basel gewinnt die Playoff-Finalserie mit 2:1.

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Unihockey Basel Regio gewinnt den Playoff-Final gegen Unihockey Fribourg und steht somit in den Aufstiegsplayoffs (Archivbild).

Unihockey Basel Regio gewinnt den Playoff-Final gegen Unihockey Fribourg und steht somit in den Aufstiegsplayoffs (Archivbild).

Zur Verfügung gestellt

Das ganze letzte Wochenende über stand die Mannschaft und ihr Anhang unter Höchstspannung. Nach dem Auswärtssieg (5:4 nach Verlängerung) zum Auftakt der Best-of-three-Serie am Samstag vor einer Woche stand besonders Fribourg unter Zugzwang. Denn mit einem weiteren Sieg im Heimspiel am Samstag hätten die Basler bereits vorzeitig alles klarmachen können.

In einer nervenaufreibenden Partie mit einem Hattrick von Patrick Mendelin stand es in Ettingen nach 60 Minuten 3:3. Es folgte erneut eine Verlängerung. In der vorletzten Minute vor einem allfälligen Penaltyschiessen wurde jedoch ein Strafstoss für Fribourg gepfiffen. Die Romands trafen, gewannen die Partie mit 4:3 nach Verlängerung und glichen so die Serie aus. Gleich am nächsten Tag sollte es dann zur grossen Finalissima in Fribourg kommen.

Hart umkämpfte Partie

Nur einmal schlafen also und die Basler Spieler sassen kurz nach Sonntagmittag bereits wieder im Bus Richtung Ste. Croix-Halle in Fribourg. Diesmal fand sich in Fribourg auch eine verstärkte Fantruppe aus der Region Basel ein, die lautstark und mit einer kleinen Choreo zu Anfang ihre Mannen unterstützte.

Wiederum sollte es eine hart umkämpfte Partie werden. Nach dem ersten Drittel stand es 1:1. Kurz nach Wiederaufnahme ging Fribourg abermals in Führung. Was dann folgte, war der grossartigen Basler Disziplin und Verbissenheit zu verdanken. Dennis Kramer mit seinem zweiten Tor und Jaakko Levola sorgten für die schnelle Wende zum 2:3. Tanel Kasenurm gelang später im Powerplay gar das 2:4. Mit dieser Führung gingen die Basler in die zweite Pause.

Jedem war klar, dass Fribourg noch einmal alles in die Waagschale werfen würde, um den Rückstand wieder aufzuholen. Und das sollte ihnen auch gelingen. Siebeneinhalb Minuten vor Schluss zeigte die Anzeigetafel 4:4. Die Partie war nun wieder völlig offen. Keines der Teams hatte ein Übergewicht. Jede Entscheidung auf dem Feld konnte nun schwerwiegende Folgen haben. Der Ausgang einer ganzen Saison stand auf dem Spiel! Die Nerven waren bis zum Zerreissen gespannt. Zahlreiche ausgelassene Topchancen beider Teams machten es für die Zuschauer auch nicht leichter und sorgten immer wieder für heftige Gefühlsausbrüche.

Zum dritten Mal geht es in die Verlängerung

Doch es kam, wie es kommen musste. Zum dritten Mal in dieser unglaublich engen Serie sollte nach 60 Minuten kein Sieger feststehen. Wieder kam es zur Verlängerung, wieder war Höchstspannung angesagt. Die zunächst beste Chance für Basel Regio vergab Kaspar Kallion, als ihm der Ball vor dem ungedeckten gegnerischen Tor von der Schaufel sprang und Richtung Hallendach entschwand.

Es hätte der Sieg sein können. Nein, es hätte der Sieg sein müssen! Doch der estnische Verstärkungsspieler liess sich davon nicht verunsichern, sondern fightete in seiner üblichen Manier weiter. Nur wenig später gelangte im gegnerischen Slot wieder ein Ball zu ihm. Dieses Mal liess er sich die Chance nicht entgehen. Ein verdeckter Schuss und der Ball zappelte im Netz der Fribourger. Unihockey Basel Regio hatte die Serie gewonnen. 4:5 nach Verlängerung lautete das Verdikt. Der Basler Jubel war riesig.

Auch wenn die Erleichterung über den Gewinn des Playoff-Finals bei Mannschaft und Anhang gross ausfiel, war sie gleichermassen von kurzer Dauer. Denn dieser Erfolg bedeutete letztlich nur ein weiterer Schritt auf dem Weg zum eigentlichen Ziel, dem Aufstieg in die NLB. Die erste Begegnung dieser Best-of-five-Aufstiegsserie findet am Samstag 2. April als Heimspiel statt. Der höherklassige Gegner wird Zürisee Unihockey ZKH sein.

Unihockey Basel Regio - Unihockey Fribourg 3:4 n.V. (1:1, 2:2, 0:0, 0:1)

Möslibachhalle, Ettingen. 329 Zuschauer. SR Anliker/Meyer.

Tore: 15. Mendelin (Kasenurm) 1:0. 17. Müller (Stirnimann) 1:1. 23. Mendelin 2:1. 31. Mendelin (Schaffter) 3:1. 35. Weibel (Aerschmann) 3:2. 38. Stirnimann (Kaeser) 3:3. 79. Aerschmann 3:4.

Strafen: 2 mal 2 Minuten gegen Unihockey Basel Regio. 4 mal 2 Minuten gegen Unihockey Fribourg.

Aufstellung: Tim Kramer (T), Christian Coray (T), Martin Mendelin, Matthias Reist, Tiziano Conti, Michael Kehrli (C), Kaspar Kallion, Patrick Mendelin, Dominic Van Stipriaan, Patrick Schaffter, Cédric Mendelin, Dominik Mendelin, Simon Best, Nicolas Schwob, Tobias Rudin, Dennis Kramer, Moritz Eggmann, Jaakko Levola, Martin Brüllhardt, Tanel Kasenurm.

Unihockey Fribourg - Unihockey Basel Regio 4:5 n.V. (1:1, 1:3, 2:0, 0:1)

Ste. Croix, Fribourg. 465 Zuschauer. SR Ambühl/Wälti.

Tore: 4. Müller (Aerschmann) 1:0. 12. Kramer (Kallion) 1:1. 22. Köstinger (Stirnimann) 2:1. 25. Kramer (Kasenurm) 2:2. 26. Levola (Mendelin) 2:3. 35. Kasenurm (Mendelin) 2:4. 45. Streit 3:4. 53. Hayoz 4:4. 63. Kallion 4:5.

Strafen: 3 mal 2 Minuten gegen Unihockey Fribourg. 2 mal 2 Minuten gegen Unihockey Basel Regio.

Aufstellung: Tim Kramer (T), Christian Coray (T), Martin Mendelin, Matthias Reist, Tiziano Conti, Michael Kehrli (C), Kaspar Kallion, Patrick Mendelin, Dominic Van Stipriaan, Patrick Schaffter, Cédric Mendelin, Dominik Mendelin, Simon Best, Nicolas Schwob, Tobias Rudin, Dennis Kramer, Moritz Eggmann, Jaakko Levola, Martin Brüllhardt, Tanel Kasenurm.