1. Liga
Die Herren von Unihockey Basel Regio schlagen den Leader

Die Herren gewinnen das wichtige letzte Spiel im 2015 in Oberwil gegen die Hornets Moosseedorf mit 7:4 und bleiben somit punktgleich mit dem Sechstplatzierten Fribourg.

Merken
Drucken
Teilen
Die Herren von Unihockey Basel Regio freuen sich über den Sieg.

Die Herren von Unihockey Basel Regio freuen sich über den Sieg.

Zur Verfügung gestellt

„Ich habe Basel Regio in dieser Saison in den letzten zehn Minuten eines Spiels noch nie so ruhig und stilsicher auftreten sehen, wie heute gegen den Leader“ meinte der Präsident der Basler, Daniel Würmlin, nach dem Spiel.

Die Vorarbeit für diesen Schlussabschnitt leistete Basel in den ersten drei Minuten des Schlussdrittels, in welchen ein 2:3-Rückstand in einen 5:3-Vorsprung verwandelt werden konnte.

Nebst dem Umstand, dass Unihockey Basel Regio nach der unglücklichen Hinspiel-Niederlage in Schönbühl erfolgreich an den Hornets Moosseedorf Revanche nehmen wollte, waren die zu vergebenden drei Punkte auch eminent wichtig im Kampf um einen Play-off-Platz. Der Mitstreiter um den sechsten und letzten Play-off-Platz, Unihockey Fribourg (letztjähriger Qualifikationssieger) hatte bereits am Vorabend vorgelegt und knapp mit 4:3 gegen den Aufsteiger aus Frutigen gewinnen können.

Schlechter Start

Die Basler starteten zunächst schlecht in die Partie. Keine Minute war gespielt, als der Berner Steffen einen Fehler in der Basler Verteidigung eiskalt ausnützte und den Gast zur Führung verhalf. Viel mehr gibt es über den ersten Spielabschnitt eigentlich nicht zu berichten. Beide Teams waren zwar bemüht, hatten aber kaum hochkarätige Torchancen vorzuweisen. Basel erhielt noch einen Penalty zugesprochen, der aber vom gegnerischen Torhüter stark abgewehrt wurde. Und der oben schon erwähnte Steffen setzte sich noch einmal in Szene, nutzte die Löcher in der Basler Verteidigung nochmals aus und netzte zum 2:0 ein.

Im zweiten Drittel überschlugen sich dafür die Ereignisse. Es gab einige Szenen, welche die Gemüter erhitzten, vor allem jene der Berner Gäste. Einerseits wurden ihnen zwei Tore wegen hohen Stocks aberkannt, andererseits hagelte es geradezu Strafen gegen sie. Das erste aberkannte Tor hätte zum Spielstand von 3:0 geführt, und die Gäste so in eine gute Ausgangslage für das restliche Spiel gebracht.

Die Basler überstanden in der Folge eine Unterzahlsituation und konnten im darauffolgenden Powerplay die Strafe gegen den Gegner ausnützen und auf 1:2 verkürzen. Danach überschlugen sich die Ereignisse. Es hagelte Strafen hüben wie drüben. Vor allem aber für die Hornets, die sich in dieser Phase aber auch ein wenig ungeschickt anstellten. Steffen, der Doppeltorschütze aus dem ersten Drittel, wurde vom Bully in der Basler Spielhälfte weggeschickt, weil er sich dort nicht korrekt verhalten hatte. Als er ”lauthals“ bei den Unparteiischen reklamierte, wurde er dafür korrekterweise vom Feld gestellt.

97 Sekunden für den Sieg

Kurz darauf - Basel war inzwischen ebenfalls wieder komplett und spielte nun in Überzahl - gab es dann einen weiteren Penalty für die Nordwestschweizer gefolgt durch eine Zehnminutenstrafe und diese wiederum begleitet von der obligaten Zweiminuten-Zeitstrafe gegen den Captain des Gastes, da auch dieser sich unüberhörbar beklagt hatte. Die Hornets sassen nun zu Viert auf der Strafbank, und Basel hatte die Möglichkeit, per Penalty auszugleichen, was Kallion aber auch nicht gelang.

Dann konnte Basel Regio sogar mehr als zwei Minuten lang in doppelter Überzahl spielen, da Moosseedorf noch eine zusätzliche Strafe wegen Bodenspiels holte. Aber auch diese Powerplay-Phase der Basler war nicht von Erfolg gekrönt. Und zum Ende des Mitteldrittels agierte der Gastgeber dann noch in einfacher Überzahl, was schliesslich den längst überfälligen Ausgleich brachte. Da auch die Gäste noch eine Überzahlsituation zugesprochen bekamen und diese effizient zu nutzen wussten, lagen die Hornets kurz darauf wieder vorne. Ein verrücktes Hin und Her.

Nun kamen aber die anfänglich angesprochenen starken Basler Minuten. Mit drei Toren innerhalb von nur 97 Sekunden (!) legte das Heimteam den Grundstein zum späteren Sieg. Die Gäste waren zu diesem Zeitpunkt mit dem Kopf wohl noch im Mittelabschnitt, auf der Strafbank. Sie waren auch nach ihrem Time-Out zu keiner Reaktion mehr fähig. Basel trat nun zu abgeklärt auf, liess den Ball in den eigenen Reihen zirkulieren und brachte den Gegner zum Laufen. Derweil lief die Matchuhr immer weiter runter. Selbst das aggressive Berner Pressing zum Schluss hin beunruhigte das Heimteam nicht mehr. Der Raum in der gegnerischen Hälfte wurde zum Kontern genutzt, und das Spiel in der 57. Minute mit dem 7:3 durch Kasenurm entschieden. Der Überzahltreffer der Hornets zum 7:4 kurz vor Schluss war da nur noch Resultatekosmetik.

Das Programm im neuen Jahr

Mit dem Sieg gegen den Tabellenersten Moosseedorf bleibt Basel Regio weiterhin im Spiel im Kampf um die Play-offs. Im neuen Jahr folgen nun die zwei schwierigen Spiele gegen Tabellenschlusslicht und Lokalrivale Waldenburg Eagles und den vorletzten Bern Capitals, gegen welche die Hinspiele knapp gewonnen werden konnten. Wenn diese zwei Spiele erfolgreich gestaltet werden können, dann kommt es am Wochenende vom 24./25. Januar zum grossen Showdown gegen die beiden direkten Play-off-Konkurrenten aus Fribourg und Reinach (AG).