Unihockey 1. Liga
Die Herren von Unihockey Basel Regio stehen im Playoff-Final

Die Herren von Unihockey Basel Regio setzen ihre fantastische Siegesserie in den Playoffs fort und stehen nach nur vier Spielen bereits im Final. Nachdem die Basler am Samstag im Auswärtsspiel gegen den Halbfinal-Gegner UHT Eggwil mit 6:3 siegten, vermochten sie auch das Heimspiel am Sonntag in Ettingen klar mit 8:3 für sich zu entscheiden.

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Unihockey Basel Regio zieht in den Playoff-Final ein.
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Die Freude bei den Spieler von Unihockey Basel Regio ist gross.
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Unihockey Basel Regio zieht in den Playoff-Final ein.

Zur Verfügung gestellt

Am vergangenen Samstag machte sich Unihockey Basel Regio auf ins Emmental. Das erste Spiel des Playoff-Halbfinals gegen gegen das letztjährige NLB-Team UHT Eggiwil stand an. Die guten Leistungen im Viertelfinal sollten auf jeden Fall fortgesetzt werden.

Die Startphase erwies sich als ausgeglichen. Beide Mannschaften erspielten sich einige gute Möglichkeiten. Das erste Tor gelang dann Patrick Mendelin in der achten Spielminute. Obwohl die Spielanteile im ersten Drittel gleich verteilt waren, vermochten die Basler ihre Chancen weit besser zu nutzen. Patrick Schaffter und Kaspar Kallion sorgten für einen Spielstand von 3:0 zur ersten Pause. Die Effizienz der Gäste hatte den Ausschlag gegeben.

Torreigen der Basler

Im zweiten Abschnitt setzte sich der Torreigen für Basel Regio fort. Cédric Mendelin und ein unglücklicher Abpraller eines Eggiwilers auf Moritz Eggmann waren dafür verantwortlich. Nach 36 Minuten Spielzeit führte die Gastmannschaft bereits mit fünf Toren. Für die Berner hätte die Heimpartie kaum einen schlechteren Verlauf nehmen können. Ein weiteres Tor für Basel wurde nur verhindert, da die Schiedsrichter die Partie ausgerechnet dann unterbrachen, als Kaspar Kallion gerade den Ball einschob.

Grund für den Spielunterbruch war ein überhartes Einsteigen gegen den Basler Stürmer Tanel Kasenurm. Nach einer kurzen Behandlung an der Bande und einer Schrecksekunde für die Basler Anhänger konnte aber Entwarnung gegeben werden. Kurz vor Ende des Mitteldrittels gab es dann ein erstes konkretes Lebenszeichen der Gastgeber. Sie nutzten eine Unachtsamkeit der Nordwestschweizer und verkürzten auf 1:5.

Das letzte Drittel begann aus Sicht der Gästegar nicht wunschgemäss. Einmal so richtig in Fahrt gekommen, steckte Eggiwil nicht mehr zurück. Wenige Minuten nach Anpfiff setzte das Heimteam die Aufholjagd gleich mit einem Doppelschlag fort und das innert lediglich fünf Sekunden. Trotz weiterem grossen Vorsprung reagierten die Basler mit Verunsicherung auf diese Gegentore. Head Coach Werner Haller intervenierte und nahm sein Timeout. Diese Massnahem sollte aber zunächst nicht die erhoffte Wirkung zeigen. Die Eggiwiler behielten das Momentum und lancierten etliche gefährliche Angriffe aufs Basler Tor.

Basel zeigt Nerven

Die bis dahin sicher auftretenen Gäste zeigten weiter Nerven und gerieten zu leicht in defensive Not. Dann trafen die Eggiwiler zum Schrecken der Basler erneut. Jedoch erwies sich das Tor als ungültig, da das Spiel aufgrund eines Stürmerfouls bereits unterbrochen war. Das Spiel war nun zu einem spannungsgeladenen Fight geworden. Eggiwil wirbelte weiter in der Offensive. Basel Regio hielt aber Stand. Die Wende zugunsten der Basler läutete eine Strafe gegen die Berner ein. Als bei einem Freischlag für Basel ein Eggiwiler zum wiederholten Male den Ball wegschlug, sprachen die Unparteiischen entsprechend eine Zweiminutenstrafe aus. Das folgende Powerplay konnte die Basler zwar nicht verwerten, aber es verschaffte ihnen eine willkommene Entlastung.

Kurz darauf bekamen die Gäste eine weitere Chance in Überzahl zu punkten, als erneut Tanel Kasenurm hart angegangen worden war. Dieses Mal traf Nicolas Schwob zum so wichtigen 3:6 für die Basler.

Eggiwiler setzten sechsten Feldspieler ein

Noch waren aber sechs Minuten zu spielen. Basel Regio musste sich auf eine furiose Schlussoffensive des Heimteams einstellen. Die Gäste verhielten sich geschickt und liessen die Berner anrennen. Bis zur drittletzten Minute des Spiels gelang dies auch gut, aber von da an spielten die Eggiwiler nach ihrem Timeout ohne Torhüter und mit sechs Feldspielern weiter. Aber auch diese Phase konnten die Gäste unbeschadet überstehen.

Basel startete also wie bereits im Viertelfinal mit dem wichtigen Auswärtssieg in die Serie. Damit ergab sich am Tag darauf die Chance, die Serie zuhause mit einem weiteren Sieg zu beenden und vorzeitig ins Finale einzuziehen.

Mit dem Sieg im Rucksack kam es am Sonntag dann vor heimischer Kulisse in Ettingen zum zweiten Spiel der Serie.

Kasenurm und Schwob leiteten Torregen ein

Wie schon im Auswärtsspiel in Zollbrück sahen die Zuschauer von Beginn weg ein selbstsicheres Basel, welches das Spiel in die Hand nahm. Nach zehn Minuten war es dann wie so oft in den Playoffs der Este Kasenurm, welcher das Skore für Basel Regio eröffnete. Kurz darauf war Schwob an der Reihe, der wie schon im Auswärtsspiel in Überzahl durch einen strammen Schuss auf 2:0 erhöhen konnte. Eine kleine Unkonzentriertheit in der Basler Abwehr ermöglichte dem Zweitplatzierten der Regular Season jedoch kurz darauf den Anschlusstreffer.

Eine halbe Minute nach Beginn des Mittelabschnitts glichen die Gäste dann sogar aus. Die Berner witterten kurze Zeit Morgenluft, bis Basel in der 25. Minute wieder mit 3:2 in Führung ging. Als vorentscheidend sollten sich die letzten fünf Minuten des Drittels erweisen. Basel Regio hatte stetig den Druck auf den Gegner erhöht und das Spiel zunehmend kontrolliert. In diese Phase fielen zwei Strafen gegen Eggiwil, welche die Basler in Überzahl effizient nutzten und auf 5:2 davonzogen. Das Überzahlspiel, in der Regular Season noch das Sorgenkind der Basler, funktionierte hervorragend. Es machte den Anschein, als hätte das Heimteam in den Wochen vor dem Playoff-Start seine Hausaufgaben zufriedenstellend erledigt. Wieder waren Schwob und Kasenurm für die Treffer besorgt.

Die Berner können nicht reagieren

Auch im Schlussdrittel fanden die Emmentaler kein Mittel mehr gegen das gut organisierte Heimteam. Basel verwaltete den Vorsprung geschickt und erstickte die letzten Hoffnungsschimmer des Gegners mit den Toren sechs und sieben bis zur 54. Minute. Ein Eigentor der Basler und ein Sololauf von Patrick Mendelin führten dann zum Schlussresultat von 8:3. Ein leistungsgerechtes Resultat, das anhand der Basler Chancen auch noch höher hätte ausfallen können.

Unihockey Basel Regio schickt damit Eggiwil nach dem Auswärtssieg am Samstag gleich mit einer Packung nach Hause und qualifiziert sich überraschend klar und vorzeitig in nur zwei Spielen erstmals für den Playoff-Final.

Coach Haller: «Finaleinzug ist der verdiente Lohn»

Head-Coach Werner Haller: «Gleich wie am Samstag hatte ich am Sonntag nie das Gefühl, dass wir dieses Spiel verlieren könnten. Auch nicht beim Stand von 2:2. Eggiwil konnte uns nie in Bedrängnis bringen. Wir waren im Fünf-gegen-Fünf wie auch im Powerplay die cleverere Mannschaft. Der Finaleinzug ist der verdiente Lohn für die gute Arbeit der vergangenen Wochen. Wir sind hungrig auf mehr und werden unseren Weg konsequent weitergehen.»

Überragender Mann - über beide Spiele gesehen - war Ex-Wiler-Ersigen-Akteur und Basler Sportchef Patrick Mendelin, der bei den Nordwestschweizern das Spiel an sich riss, offensiv mit zwei Toren und vier Assists omnipräsent war und in hektischen Momenten für Ruhe im Spiel der Basler sorgte.

Finalgegner noch offen

Unklar bleibt noch der Finalgegner. Diese Entscheidung fällt erst nächstes Wochenende zwischen Fribourg und Qualifikationssieger Konolfingen (in dieser Halbfinalserie steht es 1:1). Die Finalserie verspricht auf alle Fälle spannend zu werden, waren es doch die beiden möglichen Finalgegner, welche den Baslern ihre letzten Niederlagen in der Regular Season zugefügt hatten.

Matchtelegramme:

UHT Eggiwil - Unihockey Basel Regio 3:6 (0:3, 1:2, 2:1)

Ballsporthalle Oberemmental (BOE), Zollbrück. - 110 Zuschauer. - SR Gfeller/Röthlisberger.

Tore: 8. Mendelin P. (Levola) 0:1. 14. Schaffter (Mendelin P.) 0:2. 19. Kallion (Kasenurm) 0:3. 25. Mendelin C. (Rudolf von Rohr) 0:4. 36. Eggmann (Eigentor Eggiwil) 0:5. 39. Schär 1:5. 43. Poschung (Mosimann) 2:5. 43. Bachmann (Mosimann) 3:5. 54. Schwob (Kramer) 3:6.

Strafen: 3 mal 2 Minuten gegen UHT Eggiwil. Unihockey Basel Regio keine Strafen.

Aufstellung: Tim Kramer (T), Christian Coray (T), Martin Mendelin, Tiziano Conti, Michael Kehrli (C), Kaspar Kallion, Patrick Mendelin, Tobias Rudin, Cédric Mendelin, Dominik Mendelin, Nicolas Schwob, Patrick Schaffter, Valentin Schmid, Dennis Kramer, Moritz Eggmann, Aaron Rudolf von Rohr, Jaakko Levola, Martin Brüllhardt, Richard Rängman, Tanel Kasenurm.

Unihockey Basel Regio - UHT Eggiwil 8:3 (2:1, 3:1, 3:1)

Möslibachhalle, Ettingen. - 120 Zuschauer. - SR Baumberger/Schuler.

Tore: 11. Kasenurm (Kallion) 1:0. 12. Schwob (Mendelin P.) 2:0. 13. Zaugg (Schär) 2:1. 21. Ellenberger 2:2. 25. Kramer (Kallion) 3:2. 36. Schwob (Mendelin P.) 4:2. 39. Kasenurm (Mendelin P.) 5:2. 48. Kasenurm (Mendelin M.) 6:2. 54. Best (Schaffter) 7:2. 54. Schär (Eigentor Basel Regio) 7:3. 57. Mendelin P. (Rudolf von Rohr) 8:3.

Strafen: 2 mal 2 Minuten gegen Unihockey Basel Regio. 3 mal 2 Minuten gegen UHT Eggiwil.

Aufstellung: Tim Kramer (T), Christian Coray (T), Martin Mendelin, Michael Kehrli (C), Kaspar Kallion, Patrick Mendelin, Tobias Rudin, Simon Best, Patrick Schaffter, Cédric Mendelin, Nicolas Schwob, Dominik Mendelin, Valentin Schmid, Dennis Kramer, Moritz Eggmann, Aaron Rudolf von Rohr, Jaakko Levola, Martin Brüllhardt, Richard Rängman, Tanel Kasenurm.