Es geht manchmal schnell im Tabellenkeller: Therwil konnte seine letzten zwei Partien gewinnen und hat wieder reelle Chancen auf den Nichtabstieg. Birsfelden hingegen erleidet mit dieser Niederlage einen herben Dämpfer, nachdem das Team von Dario Oemeroglu letzte Woche noch überraschend bei Bubendorf gewonnen hatte. «Es sind die individuellen Fehler, mit denen wir uns selbst in Rücklage bringen», erklärt Oemeroglu, im Hinterkopf die Entscheidung zum 4:2 von Therwils Raphael Suter nach einem Fehlpass von Pajazit Bajrami in der 71. Minute. Der FCT hat das Spiel verdient gewonnen, die erste Halbzeit war jedoch noch ausgeglichen. Und wer weiss wie die Partie verlaufen wäre, hätte Birsfeldens Santabarbara nach sieben Minuten getroffen, als er alleine vor dem gegnerischen Tor mit einem Lobversuch scheiterte. Denn im Gegenzug schoss Mathieu Conus die Therwiler in Führung. Das Rezept von Birsfeldens Trainer Oemeroglu hinten gut zu stehen und schnell umzuschalten, wurde in der 27. Minute perfekt ausgeführt, als Umut Meric nach einem Konter ausglich. «Ab der zweiten Halbzeit klappte das nicht mehr und wir liessen dem Gegner viel zu viel Platz im Mittelfeld.»

Vorentscheidung dank Borer

Die Gäste vermochten nach der Pause diesen Raum zu nutzen, ist doch die Offensive der Therwil gut besetzt: Raphael Müller und Ex-FCB-Junior Alain Borer zogen im Zentrum die Fäden, während im Sturm der ehemalige BZ-Trophy-Gewinner Dominik Müller seine Routine zeigen konnte. Speziell dabei ist, dass Müller im Winter als Trainer des Teams zurückgetreten ist und seither in der zweiten Equipe spielt. Es war jedoch Borer der mit einer Doublette für die Vorentscheidung sorgte, doch wie so oft in dieser Saison mussten die Gelbschwarzen mehrfach zittern. Gleich nach der 3:1-Führung verkürzte Mike Schwery mit einem satten Schuss zum 3:2 und am Schluss gab es noch einen strittigen Elfmeter, den Denicola zum 3:4-Endstand erzielte und für bange Minuten auf der Gästebank sorgte - trotz zwischenzeitlicher Unterzahl des FCB’s.

Spannung im Abstiegskampf

Mit elf Punkten aus sieben Spielen hat Therwil mehr Punkte geholt als in der gesamten Hinrunde. «Wir haben nun einen breiten Kader, die Jungen entwickeln sich gut und die Stimmung ist auch super, da wir sehen, dass noch etwas möglich ist», erklärt Kapitän Dave Dreier. Zudem hat Therwil bereits gegen die besten vier Teams der Liga gespielt und hat ein machbares Restprogramm. Ein spannender Abstiegskampf in den letzten sechs Runden dieser äusserst knappen 2. Liga Regional-Gruppe ist also garantiert.