Handball Frauen

Die HSG Leimental gewinnt auswärts gegen den Leader mit 17:19

Livia Fricker (am Ball) erzielte gegen die SG Muotathal/Mythen-Shooters sieben Tore.

Livia Fricker (am Ball) erzielte gegen die SG Muotathal/Mythen-Shooters sieben Tore.

Der HSG war bewusst, dass es in der Innerschweiz schwierig wird, ohne körperliche Höchstleistung einen Sieg zu erringen. Fulminant nahm die HSG den Kampf an und gewann in Extremis gegen Muotathal/Mythen-Shooters mit 17:19 (9:9).

Die Trainer wiesen vor dem Spiel nochmals eindringlich darauf hin, dass man in diesem anstehenden Spiel bis an die Grenzen gehen muss. Die Muotathalerinnen sind bekannt für ihre harte (auch zum Teil überharte) Spielweise. Normalerweise fürchten sich die Gegnerinnen und nach den ersten 15 Minuten geht keine Spielerin mehr dorthin, wo es schmerzt. Auch deshalb stehen die Innerschweizerinnen an der Tabellenspitze. So dachten an diesem Samstag die Leimentalerinnen nicht.

Im Gegensatz zum Hinspiel nahm die HSG den Kampf an. Auch taktisch wurden die Leimentalerinnen gut auf den Gegner eingestellt. Mit einer Mann- (bzw. Frau-) Deckung wurde die beste Gegnerin aus dem Spiel genommen. Leider zeigte sich aber eine alte Schwäche der HSG: Hochkarätige Torchancen wurden ausgelassen. Trotz des Hinweises, wo man die Bälle an der gegnerischen Torfrau vorbei bringen sollte, wurde teils kläglich verworfen.

Fehlerhaft vorne, solide hinten

Trotz dieser Schwäche zeigte sich die HSG in guter Spiellaune und erspielte sich Chance um Chance. Nach 15 Minuten lautete der Spielstand erst 4:4. Demnach funktionierte die bekannte Tormaschinerie der HSG nicht. Aber durch die verworfenen Bälle im Angriff wollte jede Spielerin der HSG in der Verteidigung ihren Fehler gut machen - und das war vorbildlich. Nach 30 Minuten ging man mit einem 9:9 Spielstand in die Pause.

In der 2. Halbzeit zeigte sich dasselbe Bild. Kampf hüben wie drüben, Chancen wurden ausgelassen, dafür sah man auch in den zweiten 30 Minuten einen Kampf auf beiden Seiten. Den Muotathalerinnen gelang es zwischenzeitlich auf zwei Tore wegzuziehen, doch die HSG fand immer wieder Antworten mit zum Teil schön herausgespielten Toren zum Ausgleich. Da die Top-Shooterin des Gegners nicht mehr auf dem Feld stand, wurde kurzum die Mitte-Spielerin mit einer Frau-Deckung aus dem Spiel genommen.

Nach 50 Minuten stand es wieder unentschieden und die letzten 10 Minuten gehörten der HSG. Erstmals seit der 1.  Halbzeit (4:5) ging man in Führung (15:16). Nochmals glichen die Innerschweizerinnen aus. Mit einem Kampf auf „Würgen und Brechen“ liess man nur noch einen Gegentreffer zu. Im Angriff brauchte man doch auch wieder sechs Chancen, um die letzten beiden Tore zum Sieg zu werfen.

Überglücklich lagen sich die Leimentalerinnen nach dem Schlusspfiff in den Armen. Stolz waren sie, sich alle für diesen Sieg aufgeopfert zu haben. Nun gilt es, vorwärts zu schauen. Am nächsten Samstag spielt die HSG wiederum auswärts. Willisau ist der Gegner, mit dem man auch eine Rechnung offen hat, denn man verlor auch dieses Hinspiel. Spielbeginn in Willisau (Hallenbad) ist um 17.45 Uhr.                                                                     

SG Muotathal/Mythen-Shooters - HSG Leimental 17:19 (9:9)

Goldau, Bildungszentrum. - 100 Zuschauer. – SR: Räz / Fallegger. - Strafen: 5-mal 2-Minuten gegen die HSG Leimental, 4-mal 2-Minuten gegen die SG Muotathal/Mythen-Shooters.

SG Muotathal/Mythen-Shooters: Föhne; Betschart (6), Brand (1), Gwerder  M. (1), Gwerder-Betschart (2), Imhof, Meli (2), Piantanong, Prelicz, Reolon, Schmidig (1), Styger, Weber C. (3/3),  Weber N. (1).

HSG Leimental: Steiner/Hiestand; Andrey, Büttikofer (4), Czerwenka, Fricker  (7), Herrera (2/2), Jung, Krieger, Lorenz, Reinders, Reitnauer (2), Scherb (4).

Bemerkungen: Leimental ohne Lüthi (rekonvaleszent) und Rickenbacher (verletzt).

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