Nach zähem Start beider Teams, Ballverluste hüben und drüben, fand die HSG schneller ins Spiel. Nach zehn Minuten, beim Stand von 5:5, zündeten die Leimentalerinnen endlich den Turbo. Nicht nur schnelle Gegenstösse und schöne Kombinationen im Angriff brachten die HSG wieder in die Spur. Besonders in der Verteidigung wurde hart und aggressiv gefightet, sodass die Emmenerinnen nur über ihre Kreisläuferin zum Abschluss kamen. Der Gegner hatte zudem Pech, oder auch
Unvermögen: Viele Torwürfe (auch Gegenstösse) fanden den Weg nicht einmal aufs Tor: Kläglich wurde darüber oder daneben geworfen - zum Glück für die HSG, denn sonst wäre das Score länger ausgeglichen gewesen.

Vorsprung beruhigte diesmal nicht

So konnte man mit einem 9:15-Vorsprung „beruhigt“ in die Pause gehen – doch nicht alle waren beruhigt, da sich einige an die gleiche Situation vom letzten Spiel erinnerten. In der Pause wurde dies durch die Trainer gar nicht angesprochen. Vielmehr wurden Tipps zur Verbesserung der Verteidigung und des Angriff Spiels weiter gegeben.

In den ersten zehn Minuten der zweiten Spielhälfte konnte die HSG das Score auf acht Tore ausbauen, doch Unachtsamkeiten in der Verteidigung (inklusive Torfrau) und im Angriff brachten die Emmenerinnen wieder auf vier Tore heran. Dann kam wieder Fahrt ins Team der HSG und man baute den Vorsprung in bester Spiellaune auf zehn Tore aus – und auch die HSG-Torfrau begann Parade an Parade zu reihen.Nach einem Timeout des Gegners deckten nun die Emmenerinnen mit einer Doppelmanndeckung. Dies hiess für die HSG-Trainer: Kreisläufer auf die Bank und eine zusätzliche Aufbauerin aufs Feld. Dies führte zu einem Desaster für den Gegner: Man nahm die Deckung richtiggehend auseinander und Tor um Tor reihten sich für die Leimentalerinnen. Zudem deckten nun die Leimentalerinnen wie in der ersten Spielhälfte, wieder hart und aggressiv, aber dennoch fair (nur eine 2-Minuten-Strafe auf Seiten der HSG).

Starke Schiedsrichter

Der Gegner war nach dieser Torflut gezwungen, in ihr altes Deckungssystem zurück zu wechseln. Aber die Leimentalerinnen waren derart in Fahrt, dass auch dies nichts mehr nützte und sie einen schlussendlich ungefährdeten Sieg verbuchen konnten. Zu erwähnen ist, dass in diesem Spiel zwei junge, hervorragende Schiedsrichter am Werk waren! Die Leimentalerinnen haben gezeigt, dass es möglich ist einen Vorsprung zu verwalten, nein, sogar auszubauen. Nun geht es in den letzten vier Spielen darum, die genossene Spiellaune bei zu behalten und auch Gegner von grösserem Format zu bezwingen. Die Möglichkeit dies zu zeigen, bietet sich für die HSG am nächsten Samstag gegen den HC Malters. Spielbeginn 17.30 Uhr im Spiegelfeld in Binningen.

Torschützen:

Leimental: Hiestand, Steiner, Andrey, Bütikofer (7), Czerwenka, Fricker (6), Herrera (3), Jung, Krieger (1), Lorenz (8/1), Reinders (4), Reitnauer (4), Scherb (3/1)

Emmen: Brunner (6/1), Eric (3), Kaufmann, Kühnle (3), Rey, Schardt (1), Schürch (1), Schürmann, Stocker, Tschopp, Ulrich, Wiesseling, Widmer (4/1)