Die Blätter fallen, es ist Wildsaison. Ähnliches trifft auf den RHC Basel zu, der ab kommendem Samstag sich in der Schweizer Meisterschaft gegen die neun Jäger zu behaupten hat. Aber ob die Basler wirklich zum Abschuss freigegeben sind? Als Nummer 1 des
abgelaufenen Jahres sind alle Augen ans Rheinknie gerichtet. Klub und Mannschaft spüren erstmals den Druck des Titelverteidigers, wenn am Samstag um 18 Uhr das Heimspiel in der Rollsporthalle Morgarten gegen den RC Biasca angepfiffen wird.

Halber Kader ausgetauscht
Viele Steine sind in der Sommerpause nicht aufeinander geblieben, die zahlreichen portugiesischen Verstärkungen haben sich über die gesamte Schweiz verteilt zur Konkurrenz verabschiedet. Geblieben ist mit Spielertrainer Tobias Mohr, Sebastian Winkler,
Eigengewächs Julian Froese und dem Spanier Alberto García nur gerade ein Quartett. Neu hat die Truppe eine südamerikanische Duftnote erhalten. Mit der Verpflichtung des mehrfachen EM- und WM-Teilnehmer für die Schweiz, Simon von Allmen, der die letzten 14
Monate in Argentinien aktiv war, sind auch beste Kontakte ins Land des Weltmeisters entstanden. Mit Torhüter Rafael Abalos und den Feldspielern Julian Martinez und Guido Pellizzari hat ein Trio den Weg nach Basel gefunden. Den Kader komplettiert mit Alberto
Gómez ein zweiter Spanier.

Champions League als Bonus
Für die Bebbi sind die nationalen Wettbewerbe im Zentrum der Aufmerksamkeit. Der Einzug ins Finale ist das grosse Ziel, sowohl in der Meisterschaft wie im Cup. Während der Cup wie üblich im KO-System durchgeführt wird, so stehen in der Meisterschaft zuerst 18
Qualifikationsrunden an. Danach qualifizieren sich die Top 8 für die Playoffs, am Ende kommt es analog zum Unihockey zum "Superfinal". Der Meister wird also nicht in einer Serie, sondern in einem einzigen Spiel ermittelt. Wie der lokale Bruder FC Basel tanzen auch die Rollhockeyaner in diesem Jahr auf zwei Hochzeiten. Mit dem Gewinn des erstmaligen Meistertitels im Frühjahr 2015 hat sich die
Mannschaft vom Morgartenring für die Champions League, genannt Euroliga, qualifiziert. In einer der vier Vierergruppen bekommen es die Basler mit hochkarätigen Gegnern zu tun: Liceo La Coruña (Spa), UD Oliveirense (Por) und CGC Viareggio (Ita). Ob der sensationelle
Sprung ins Achtelfinale, dafür braucht es mindestens Rang 2, möglich ist, wird die Zukunft zeigen.