«Wir sind gerade daran, die 900 Tonnen an Matten in der Frenkenhalle auszulegen. 750 Quadratmeter haben die Athleten zur Verfügung», sagt der OK-Chef Carol Schärer vom Budokai Liestal. Eigentlich organisiert der Klub das Ereignis ja schon zum dritten Mal, doch dieses Jahr sind die Dimensionen um einiges grösser.

«Der Schweizerische Judo-Verband hat uns durch den Zusammenschluss von den Kata- und Jiu-Jitsu-Meisterschaften einiges an Mehraufwand aufgebrummt. Aber dank allen Judo-Begeisterten und freiwilligen Helfern im Baselbiet wird es ein richtiger Grossanlass, welcher Kampfsport vom Feinsten bieten wird», meint Schärer.

Hohes Niveau beim Jiu-Jitsu

Am Samstag beginnt der Anlass mit den Entscheidungen im Jiu-Jitsu. «Es wäre schon ein kleines Wunder, wenn ein Athlet aus der Region Basel um den Titel mitkämpfen könnte», so Schärer. Am Samstagabend dann kommt laut dem OK-Präsident das erste kleine Highlight des Kampfsport-Weekends: das Brazilian Jiu-Jitsu. Eine Mischung aus Ringen und Judo, welche vor allem bei Jungen sehr grossen Anklang findet. «Die Trendsportart hat sich extrem schnell verbreitet und das Niveau ist schon sehr hoch. Es hat Leute aus dem Kickboxen, aus dem Judo oder auch Parcours. Es spricht eine andere Generation an als das klassische Judo. Wir erhoffen uns dadurch einen grösseren Zuschaueraufmarsch und vor allem eine Verjüngung des Altersschnitts im Publikum.»

Japan im Hinterkopf

Der Sonntag soll die Basler Bemühungen dann mit einer Goldmedaille belohnen. Der 35-jährige Reto Dürrenberger, WM-Teilnehmer und Aushängeschild vom Organisator Judoklub Budokai Liestal, soll mit seinem Partner Dominik Brandt (Gelterkinden) den Titel im Katame-no-Kata verteidigen. «Das wäre für uns Organisatoren vom Budokai natürlich eine grosse Entschädigung für den Aufwand. Und so wie die beiden in den letzten Tagen trainierten, bin ich sehr optimistisch, dass sie ihren Titel verteidigen können», sagt OK-Präsident Carol Schärer.

Getrübt wird die Stimmung durch die Tsunami-Katastrophe in Japan. Die Kampfsportarten haben alle japanische Wurzeln, und darum ist das Unglück bei den Sportlern ein grosses Thema. Wie und ob das Thema in den Wettkampf eingeschlossen wird, ist noch nicht abgeklärt.