Schon in der Vorbereitungsphase hatten die Wasserballer des SV Basel mit verschiedenen Ausfällen zu kämpfen; Knieoperation, Schulterverletzungen, Krankheit und ausbildungsbedingte Abwesenheit. «Darum ist seit Januar fast die ganze U20-Mannschaft im Einsatz. Abgesehen von den Resultaten, sind wir mit dem Verlauf der Meisterschaft zufrieden», erklärt Trainer Istvàn Pinter.

Szavai Karoly trifft für Basel

Szavai Karoly trifft für Basel

Zwar hat das Team mit den beiden Ungaren Szavai Karoly und David Czibi zwei wichtige Stützen an Board geholt, doch die mangelnde Spielerfahrung macht sich in den Partien immer wieder bemerkbar; aktuell muss der SVB mit dem vorletzten Tabellenplatz vorlieb nehmen. «Wir arbeiten hart daran. Die Jungen sind motiviert und wollen gewinnen. Alles braucht aber seine Zeit», so Pinter.

Dass die junge Equipe mit dem Sieg im Kopf ins Wasser steigt, war auch im heimischen St. Jakob ersichtlich: Die Basler legten los wie eine Schnellfeuerrakete – bereits nach 24 Sekunden versenkte Centerspieler und Wirtschaftsstudent Karoly den Ball ins gegnerische Tor zum 1:0. Doch es dauerte nicht lange, da kippte das Resultat, unter anderem mit einem Fünfmeter, zugunsten der Horgemer: das erste Viertel endete, trotz des Treffers in allerletzter Sekunde vom Basler Ivan Djurdjevic, 4:2 für die Gäste.

Allmählich begann sich der neue Ausländer des SCH, Robert Munkacsi, in Szene zu setzen und überlistete mit drei Toren die heimische Abwehr innerhalb weniger Minuten. Die Basler kämpften um jeden Ball, trotzdem schlichen sich immer wieder Fehlpässe ein; das dritte Viertel endete für die Basler torlos. Nach der letzten Pause blühte der SVB aber regelrecht auf: Karoly schoss nach wenigen Spielsekunden seinen zweiten Treffer, die beiden Nationalspieler Ricardo Lucato und Luka Damjanov zeigten ein hervorragendes Zusammenspiel. Doch die vier Basler Tore im letzten Viertel vermochten das Resultat nicht zu verändern. 8:15 hiess es nach dem Schlusspfiff.

«Die Überraschung ist uns leider nicht gelungen. Horgen ist Zweiter in der Meisterschaft und das hat sich bemerkbar gemacht. Wir hatten gute Möglichkeiten, doch letztlich fehlt der jungen Mannschaft an Spielerfahrung», sagt der ehemalige ungarische Nationalspieler Pinter.

Noch einen Sieg für die Playoffs

Basel trifft am Freitag auf Winterthur, Ende Mai im Cup-Halbfinal gegen Leader Lugano. Der SVB braucht in der Meisterschaft noch einen Sieg, dann sind die Playoffs auf sicher und «alles beginnt von vorne.» Für Trainer Pinter und sein Team heisst es nun weiterarbeiten, damit Basel sich schnellstmöglich spielerisch weiterentwickeln und den Anschluss an die Spitzenteams wieder finden kann.