Volleyball

Die kleine Finalissima als Minimalziel für Kerley Becker und Sm’Aesch Pfeffingen

Kerley Becker ist eine der Ältesten im jungen und ambitionierten Team von Sm’Aesch Pfeffingen.

Kerley Becker ist eine der Ältesten im jungen und ambitionierten Team von Sm’Aesch Pfeffingen.

Sm’Aesch Pfeffingen startet heute (20.15 Uhr) gegen Schaffhausen in die Finalrunde. Die bz hat sich mit der seit sechs Jahren bei Sm’Aesch Pfeffingen spielenden Brasilianerin Becker vor dem Startspiel gegen Kanti Schaffhausen unterhalten.

Es war ein sehr emotionaler Moment, als Gergana Dimitrova den ersten Matchball gegen den TSV Düdingen verwertet hatte und damit ihrem Team die definitive Teilnahme an der Finalrunde sicherte. Alle Spielerinnen, Präsident Werner Schmid und Trainer Timo Lippuner lagen sich freudtrunken in den Armen und feierten nach fünf mageren Jahren ohne Erfolgserlebnis die Qualifikation für die Finalrunde der besten sechs Mannschaften. Dass dies ausgerechnet einer extrem jungen Mannschaft mit einem Durchschnittsalter von gerade einmal 20,2 Jahren gelungen ist, ist besonders erwähnenswert. Und es unterstreicht auch die ausgezeichnete Nachwuchsarbeit, die beim Birstaler Verein betrieben wird.

Zwei Spielerinnen haben die guten und schlechten Zeiten bei Sm’Aesch Pfeffingen miterlebt. Aussenangreiferin Laura Tschopp (30) und Capitaine Kerley Becker (28) sind im Team so etwas wie die «Volleyball-Mütter» der Jungtalente. Die bz hat sich mit der seit sechs Jahren bei Sm’Aesch Pfeffingen spielenden Brasilianerin Becker vor dem Startspiel gegen Kanti Schaffhausen unterhalten.

Kerley Becker, warum hat es ausgerechnet in dieser Saison mit der Finalrunden-Qualifikation geklappt?

Kerley Becker: Erstens war die Zusammenstellung des Teams viel besser als in früheren Jahren. Ausserdem machte unser Trainer Timo Lippuner in Sachen Spielvorbereitung und taktischen Massnahmen alles richtig. So konnten wir auch heikle Momente schadlos überstehen.

Das junge Team zeigte sich im bisherigen Verlauf der Meisterschaft von verschiedenen Seiten. Konstanz scheint schon fast ein Fremdwort zu sein. Wir denken dabei vor allem an das verlorene Cupspiel gegen das bescheidene Luzern.

Ich glaube, die Konstanz war gar nicht so schlecht. Das Spiel gegen Luzern ordne ich ganz einfach beim Mythos Cup ein. Dort leisteten wir uns, wie schon viele grössere Mannschaften vor uns, einen Ausrutscher.

Wie sehen die Ziele für die bevorstehende Finalrunde aus?

Da sind wir uns einig. Wir wollen unter die besten vier Teams, das heisst mindestens die Playoffs um Platz 3 und 4 erreichen.

Sie selber gelten bei Insidern schon lange nicht mehr als Ausländerin. Sm’Aesch Pfeffingen scheint Ihre sportliche Heimat geworden zu sein. Was sind die Gründe dafür?

Mir gefällt es hier ausgezeichnet. Sicher habe ich mir, vor allem nach der letzten, völlig verpatzten Saison, überlegt, nochmals in eine andere Mannschaft zu wechseln. Doch dank den Zielen einer Professionalisierung des Vereins habe ich den Gedanken wieder verworfen.

Die meisten Spielerinnen sind noch keine 20 Jahre alt. Das scheint für den Verein wie ein Versprechen für die Zukunft zu sein. Schafft dies Platz für eventuelle Titelträume?

Das Alter ist nicht entscheidend. Die Einstellung zählt. Was will ich, warum will ich. Und unsere jungen Talente haben hohe Ziele, deshalb darf man auch mal wieder vom Europacup träumen.

Was sind Ihre kurz- und langfristigen Ziele. Sie sind ja im besten Volleyball-Alter?

Zuerst will ich in die Playoffs der besten vier. Dann hoffe ich, noch einige Jahre auf hohem Niveau spielen zu können und meine Ausbildung in Betriebswirtschaft in drei Jahren abschliessen zu können.

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